Videoproduktion für Möbel und Interior

Möbel sind schwer, empfindlich und lügen vor der Kamera über ihre Größe. Der Dreh beginnt an der Laderampe, nicht an der Kamera.

Worum es geht

Die Bewegung des Produkts ist die halbe Produktion: Sofas und Schränke brauchen Lkw, Hebebühnen, Schutzverpackung und Teams, die tragen, ohne Kanten zu zeichnen — und jeder Umzug zwischen Sets wiederholt das Risiko. Oberflächen kämpfen dann gegen den Lichtplan: Hochglanzlack und Glas spiegeln jede Softbox, also werden Reflexe gestaltet statt bekämpft — mit Flags, Achsen und Mattierung nur dort, wo die Marke es erlaubt. Maßstab braucht Kontext — ein Sofa allein wirkt falsch, deshalb werden Räume mit Requisiten, Menschen und Architektur gestellt, die Proportionen erzählen. Auf- und Abbauzeiten pro Stück sind echte Planpositionen. Saisonale Katalogzyklen bündeln viele Produkte in ein Fenster — Set-Umbauten werden zum kritischen Pfad des Tages.

Branchenroutine schlägt Allgemeinwissen: Wer die typischen Freigabewege und Auflagen des Feldes kennt, plant realistischer als jemand mit mehr Drehtagen, aber ohne Branchenerfahrung.

Was hier anders läuft

Konkret heißt das in der Planung:

  • Transport und Handling werden pro Stück geplant — Hebebühne, Verpackung, Tragewege und ein Reparaturkit für die erste gezeichnete Kante
  • Hochglanz und Glas spiegeln das Rig: Reflex-Design bestimmt Lichtpositionen vor der Ästhetik
  • Maßstab funktioniert nur im Kontext — gestellte Räume, Menschen und Requisiten sind Teil der Produktgeschichte
  • Auf- und Umbauzeiten pro Stück strukturieren den Tag stärker als Shot-Zahlen
  • Katalogzyklen pressen viele SKUs in ein Fenster; Sortierung nach Set-Familien spart Stunden an Umbauten

Was der Plan liefern muss

Ein Produktionsplan ist für dieses Gewerk dann brauchbar, wenn er das hier hergibt:

  • Einen Logistikplan pro Stück — Lkw-Slots, Tragewege, Aufbauzeiten — synchron zur Shotlist
  • Eine Reflex-Strategie pro Oberflächentyp, abgestimmt vor dem Lichtplan
  • Eine Set-Familien-Reihenfolge, die Umbauten über das Katalogfenster minimiert

Typische Stolperstellen

Was in der Praxis am häufigsten schiefgeht:

  • Den Dreh planen, bevor die Fracht da ist und die Eingangskontrolle passiert hat
  • Die Lackfront wie matten Stoff ausleuchten und den Vormittag gegen Spiegelungen kämpfen
  • Produkte in zufälliger Reihenfolge drehen und dasselbe Zimmer-Set dreimal aufbauen

Mit TillyGen

TillyGen sortiert den Katalog in Set-Familien und legt Logistik, Aufbau und Umbauzeiten auf dieselbe Timeline wie die Shots — der Tag ist um die Umbauten herum geplant, nicht von ihnen überrascht.

Ändert sich eine Randbedingung, wandern die Folgen durch den ganzen Plan: betroffene Einstellungen werden markiert, die Disposition wird neu erzeugt, und niemand arbeitet weiter mit einer Fassung von gestern.

Häufige Fragen

Studio oder echte Location für Möbelfilme?

Das Studio gibt Kontrolle über Licht und Reflexe, echte Interiors liefern glaubwürdigen Kontext schneller. Entscheide pro Produktfamilie — Hochglanz gehört meist ins Studio, Wohngeschichten in die Location.

Wie gehen wir mit Spiegelungen auf glänzenden Möbeln um?

Gestalte sie: Plane Lichtpositionen und Achsen pro Oberfläche, nutze große Diffusion und Flags und mattiere nur, wo die Marke es akzeptiert. Platzierte Reflexe wirken hochwertig — bekämpfte wirken zufällig.

Was, wenn ein Stück am Drehtag beschädigt ankommt?

Plane es ein — prüfe die Fracht am Vortag, halte ein Möbel-Reparaturkit und eine Stylistin bereit, die kleine Macken kaschiert, und bestelle Hero-Stücke mit Backup, wo das Budget es erlaubt.

Wie lange dauert die Einarbeitung in TillyGen?

Ein erstes Projekt lässt sich in unter einer Stunde anlegen. Es gibt keine Einrichtungsphase, in der erst Vorlagen und Felder konfiguriert werden müssen, bevor das Werkzeug etwas ausgibt.

Lassen sich die Ergebnisse exportieren?

Ja — als PDF für die Crew, als CSV für nachgelagerte Systeme und über die API für alles Automatisierte. Der Plan bleibt dabei die Quelle; die Exporte sind Ansichten davon.