Videoproduktion für Unternehmensberatungen
Ein Beratungsfilm soll Kompetenz zeigen, ohne einen einzigen Klienten zu nennen. Genau dieser Widerspruch ist die Planungsaufgabe.
Worum es geht
Fast alles, was eine Beratung im Projekt tut, liegt unter einem NDA — der Film soll also etwas sagen und darf dabei niemanden nennen. Diese eine Bedingung formt Besetzung, Motive und Skript gleichzeitig: Partner sprechen in anonymisierten Mustern, Cases verlieren ihre Branchendetails, Kundenbüros fallen meist komplett weg. Übrig bleiben eigene Räume — Meetingraum, Projektraum, Reise — und Menschen, deren Kalender in Blöcken verkauft wird. Wer eine Partnerin für einen halben Tag freistellt, nimmt sie aus der Abrechnung; deshalb sind Interviewfenster kurz, wandern spät und werden selten geprobt. Whiteboards, Laptopscreens und gedruckte Decks im Bild tragen echtes Klientenmaterial und werden vor der Freigabe geprüft.
Branchenroutine schlägt Allgemeinwissen: Wer die typischen Freigabewege und Auflagen des Feldes kennt, plant realistischer als jemand mit mehr Drehtagen, aber ohne Branchenerfahrung.
Was hier anders läuft
Die Punkte, an denen sich das von anderen Fällen unterscheidet:
- Kundennamen, Logos und selbst erkennbare Branchendetails fallen unter das Projekt-NDA — die Shotlist muss von Anfang an mit anonymisierten Beispielen arbeiten
- Die Zeit von Partnern und Principals ist abrechenbar: Interviews bekommen bestenfalls eine Halbtagsfreistellung, und eine Projekt-Eskalation schlägt jede Dispo
- Whiteboards, Post-it-Wände und offene Laptops im Hintergrund tragen echte Projektdaten und müssen mit freigegebenem Platzhalter-Inhalt ausgestattet werden
- Kundenräume sind fast nie drehbar; du bekommst das eigene Büro — Abwechslung muss also aus Licht und Kadrage kommen, nicht aus Motiven
- Unabhängigkeits- und Interessenkonflikt-Regeln können verbieten, dass eine Beraterin neben dem Wettbewerber ihres aktuellen Klienten auftaucht — auch als Komparse
Was der Plan liefern muss
Ein Produktionsplan ist für dieses Gewerk dann brauchbar, wenn er das hier hergibt:
- Einen Anonymisierungs-Durchgang am Skript vor dem Casting: welche Geschichten erzählt werden dürfen, in welcher Tiefe, freigegeben von Legal
- Interviewblöcke gegen Partnerkalender gebucht, mit benannter Ersatzperson für jeden Sprecher, der abgezogen werden könnte
- Eine Ausstattungsliste mit freigegebenen Platzhalter-Dokumenten, Slides und Whiteboard-Inhalten für jeden Schreibtisch im Bild
Typische Stolperstellen
Was in der Praxis am häufigsten schiefgeht:
- Die Geschichte um ein Vorzeigeprojekt bauen, das Legal nie erkennbar beschreiben lässt
- Nur einen Senior-Sprecher buchen, ohne Ersatz — und den Drehtag an eine Kunden-Eskalation verlieren
- Einen authentischen War Room drehen und in der Freigabe echte Kundennamen an der Wand lesen
Mit TillyGen
TillyGen macht aus dem Briefing Szenen, die ihre Freigabestufe und ihren Sprecher mitführen — ein Anonymisierungs-Vermerk oder ein ausgefallener Partner verschiebt den Plan statt den Drehtag.
Ändert sich eine Randbedingung, wandern die Folgen durch den ganzen Plan: betroffene Einstellungen werden markiert, die Disposition wird neu erzeugt, und niemand arbeitet weiter mit einer Fassung von gestern.
Häufige Fragen
Dürfen wir ein echtes Klientenprojekt zeigen?
Nur mit schriftlicher Erlaubnis dieses Klienten — und die bekommst du selten. Plane stattdessen anonymisierte Komposite: Muster, Vorgehen und Ergebnisform, ohne Namen, Branche und Zahlen, festgezurrt bevor das Skript steht.
Wie lange stehen Partner wirklich zur Verfügung?
Rechne mit kurzen, spät bestätigten Fenstern. Buche Interviews in engen Blöcken, bereite Fragen vor, die in zwanzig Minuten tragen, und benenne je Slot eine Ersatzperson, damit eine Eskalation nicht den Tag leert.
Was muss außer dem Skript freigegeben werden?
Alles Lesbare im Bild — Slides, Whiteboards, Laptopscreens, gedruckte Reports — und das Büro selbst, wenn dort Klientenmaterial liegt. Behandle Ausstattung als Compliance-Thema, nicht als Designfrage.
Wie lange dauert die Einarbeitung in TillyGen?
Ein erstes Projekt lässt sich in unter einer Stunde anlegen. Es gibt keine Einrichtungsphase, in der erst Vorlagen und Felder konfiguriert werden müssen, bevor das Werkzeug etwas ausgibt.
Lassen sich die Ergebnisse exportieren?
Ja — als PDF für die Crew, als CSV für nachgelagerte Systeme und über die API für alles Automatisierte. Der Plan bleibt dabei die Quelle; die Exporte sind Ansichten davon.