B-Roll
B-Roll ist ergänzendes Material, das illustriert, Schnitte abdeckt und einer Sequenz Abwechslung gibt.
Worum es geht
Interviews werden gekürzt, und jede Kürzung hinterlässt einen sichtbaren Sprung. B-Roll deckt ihn ab: Hände an der Maschine, der Eingang des Gebäudes, eine Totale der Werkstatt. Über das Verdecken hinaus leistet es echte Erzählarbeit und zeigt, was jemand nur beschreibt. Unter Zeitdruck behandeln Teams es als Restzeit am Ende des Tages — deshalb fehlt es in so vielen Schnitten. Eine bewusst geplante halbe Stunde für Details bringt meist mehr brauchbares Material als zwei nebenbei erhaschte Stunden.
Der Begriff hilft nur, wenn alle am Set dasselbe darunter verstehen — deshalb steht hier der Gebrauch und nicht die Lexikondefinition.
Was hier anders läuft
Die Punkte, an denen sich das von anderen Fällen unterscheidet:
- B-Roll als eigenen Block in die Dispo setzen, statt auf Restzeit am Tagesende zu hoffen
- Länger drehen als nötig erscheint: Der Schnitt braucht mindestens zehn Sekunden nutzbare Bewegung
- Details am selben Motiv wie das Interview schneiden sich weit besser als generisches Material
Mit TillyGen
Steht B-Roll als eigener Posten in der Shotlist, zeigt die TillyGen-Dispo die nötige Zeit, statt sie zwischen den Hauptsetups verschwinden zu lassen.
Ändert sich eine Randbedingung, wandern die Folgen durch den ganzen Plan: betroffene Einstellungen werden markiert, die Disposition wird neu erzeugt, und niemand arbeitet weiter mit einer Fassung von gestern.
Häufige Fragen
Wie viel B-Roll braucht ein Interviewfilm?
Ein grober Richtwert sind drei bis fünf nutzbare Einstellungen pro Interviewminute. Weniger, und der Schnitt zeigt Sprünge oder klebt zu lange auf einem Gesicht.
Wie lange dauert die Einarbeitung in TillyGen?
Ein erstes Projekt lässt sich in unter einer Stunde anlegen. Es gibt keine Einrichtungsphase, in der erst Vorlagen und Felder konfiguriert werden müssen, bevor das Werkzeug etwas ausgibt.
Lassen sich die Ergebnisse exportieren?
Ja — als PDF für die Crew, als CSV für nachgelagerte Systeme und über die API für alles Automatisierte. Der Plan bleibt dabei die Quelle; die Exporte sind Ansichten davon.