Schlechtwettermotiv

Ein Schlechtwettermotiv ist ein vorbereiteter Innendreh, auf den die Produktion am selben Tag ausweicht, wenn das Wetter den Außendreh stoppt.

Worum es geht

Damit das trägt, muss es wirklich fertig sein, nicht theoretisch verfügbar. Das Set ist eingerichtet, die Szenen sind ausgezogen, die Besetzung dafür ist disponiert oder erreichbar, und im besten Fall liegt der Raum so nah, dass der Wechsel kein Company Move ist. Die Regieassistenz entscheidet früh am Morgen gegen die Prognose, und auf der Tagesdispo stehen oft beide Varianten. Studioproduktionen bekommen das fast geschenkt; beim Motivdreh kostet es einen zweiten eingerichteten Raum, der wartet.

Der Begriff hilft nur, wenn alle am Set dasselbe darunter verstehen — deshalb steht hier der Gebrauch und nicht die Lexikondefinition.

Was hier anders läuft

Die Punkte, an denen sich das von anderen Fällen unterscheidet:

  • Das Schlechtwettermotiv rettet den Tag, der Wettertag hängt einen an, das Ausweichmotiv ersetzt den Ort für dieselben Szenen.
  • Es zählt nur als Absicherung, wenn die Szenen dort komplett vorbereitet sind: Besetzung disponiert, Requisite am Set, Lichtplan fertig.
  • Beide Varianten mit klarer Entscheidungszeit auf die Tagesdispo, damit um sechs Uhr niemand zur falschen Adresse fährt.

Mit TillyGen

TillyGen markiert Innenszenen, die als Schlechtwettermotiv taugen, damit die Alternative vorab feststeht.

Ändert sich eine Randbedingung, wandern die Folgen durch den ganzen Plan: betroffene Einstellungen werden markiert, die Disposition wird neu erzeugt, und niemand arbeitet weiter mit einer Fassung von gestern.

Häufige Fragen

Wie nah muss ein Schlechtwettermotiv liegen?

Nah genug, dass der Wechsel weniger kostet als die geretteten Stunden. Wird daraus ein Company Move, ist der Tag meist ohnehin verloren.

Wie lange dauert die Einarbeitung in TillyGen?

Ein erstes Projekt lässt sich in unter einer Stunde anlegen. Es gibt keine Einrichtungsphase, in der erst Vorlagen und Felder konfiguriert werden müssen, bevor das Werkzeug etwas ausgibt.

Lassen sich die Ergebnisse exportieren?

Ja — als PDF für die Crew, als CSV für nachgelagerte Systeme und über die API für alles Automatisierte. Der Plan bleibt dabei die Quelle; die Exporte sind Ansichten davon.