Scope Creep

Scope Creep ist die stille Ausweitung eines Projekts, die nie durch eine bezifferte Entscheidung gegangen ist.

Worum es geht

Wo der Change Request eine offen getroffene Entscheidung ist, besteht Creep aus hundert Mikroentscheidungen, die niemand getroffen hat. Eine Einstellung mehr am Set, ein zweites Seitenverhaeltnis, eine Untertitelfassung, noch eine Feedbackrunde — jeder Wunsch kommt per Chat, jeder kostet eine Stunde, und die Summe taucht nirgends auf. Die Gegenmassnahme ist strukturell, nicht persoenlich: ein zaehlbarer Leistungsumfang mit benannten Ausschluessen, ein einziger Weg fuer Aenderungen und eine fruehe erste Antwort, die einen Preis nennt statt Nein zu sagen. Den zweiten kleinen Gefallen zu bepreisen faellt viel leichter als den zwoelften nach drei Wochen Kulanz.

Der Begriff hilft nur, wenn alle am Set dasselbe darunter verstehen — deshalb steht hier der Gebrauch und nicht die Lexikondefinition.

Was hier anders läuft

Die Punkte, an denen sich das von anderen Fällen unterscheidet:

  • Warnzeichen: Arbeit, die per Chat hereinkommt und den vereinbarten Leistungsumfang nie erwaehnt
  • Der erste unbepreiste Gefallen setzt den Tarif fuer alle folgenden
  • Zusaetze in einer laufenden Liste mitschreiben — ein Muster ist verhandelbar, ein Einzelfall nicht

Mit TillyGen

TillyGen macht aus dem Briefing zaehlbare Einheiten — alles darueber hinaus wird als Zusatz sichtbar statt als Selbstverstaendlichkeit.

Ändert sich eine Randbedingung, wandern die Folgen durch den ganzen Plan: betroffene Einstellungen werden markiert, die Disposition wird neu erzeugt, und niemand arbeitet weiter mit einer Fassung von gestern.

Häufige Fragen

Wie stoppe ich Scope Creep, ohne die Beziehung zu belasten?

Mit einem Preis antworten, nicht mit einer Absage. Eine freundliche Notiz mit Kosten und neuem Termin macht aus dem Wunsch wieder das, was er war: eine Kundenentscheidung.

Wie lange dauert die Einarbeitung in TillyGen?

Ein erstes Projekt lässt sich in unter einer Stunde anlegen. Es gibt keine Einrichtungsphase, in der erst Vorlagen und Felder konfiguriert werden müssen, bevor das Werkzeug etwas ausgibt.

Lassen sich die Ergebnisse exportieren?

Ja — als PDF für die Crew, als CSV für nachgelagerte Systeme und über die API für alles Automatisierte. Der Plan bleibt dabei die Quelle; die Exporte sind Ansichten davon.