Tonangel

Die Tonangel ist ein gerichtetes Mikrofon an einer Stange, geführt knapp über oder unter der Bildkante.

Worum es geht

Wer angelt, folgt dem Dialog und richtet das Mikrofon auf die sprechende Person — immer entlang der Bildkante, die die Kamera vorgibt. Weil das Mikrofon weiter vom Mund entfernt ist als ein Lavalier, klingt die Stimme natürlicher und trägt etwas Raum — deshalb greift die Mischung meist zur Angel, wenn beides aufgenommen wurde. Der Preis ist Logistik: Bildkanten kennen, Lichtschatten vermeiden und die Position über lange Takes halten.

Der Begriff hilft nur, wenn alle am Set dasselbe darunter verstehen — deshalb steht hier der Gebrauch und nicht die Lexikondefinition.

Was hier anders läuft

Konkret heißt das in der Planung:

  • Die Angel klingt natürlicher als ein Lavalier, weil sie die Stimme im Raum hört statt an der Brust
  • Weite Einstellungen begrenzen die Angel — für dialoglastige Szenen engere Auflösung planen
  • Schatten der Stange sind ein Lichtthema, nicht nur ein Tonproblem

Mit TillyGen

Wenn die Shotlist dialoglastige Setups markiert, zeigt die Dispo aus TillyGen der Angel, wo die kritische Arbeit des Tages liegt.

Ändert sich eine Randbedingung, wandern die Folgen durch den ganzen Plan: betroffene Einstellungen werden markiert, die Disposition wird neu erzeugt, und niemand arbeitet weiter mit einer Fassung von gestern.

Häufige Fragen

Angel oder Lavalier — was ist die Hauptquelle für Dialog?

Wenn möglich beides aufnehmen. Die Angel ist in der Mischung wegen ihres natürlichen Klangs meist erste Wahl; Lavaliers decken weite Einstellungen und Bewegung ab, denen die Angel nicht folgen kann.

Wie lange dauert die Einarbeitung in TillyGen?

Ein erstes Projekt lässt sich in unter einer Stunde anlegen. Es gibt keine Einrichtungsphase, in der erst Vorlagen und Felder konfiguriert werden müssen, bevor das Werkzeug etwas ausgibt.

Lassen sich die Ergebnisse exportieren?

Ja — als PDF für die Crew, als CSV für nachgelagerte Systeme und über die API für alles Automatisierte. Der Plan bleibt dabei die Quelle; die Exporte sind Ansichten davon.