Watch Time

Die Watch Time beschreibt, wie lange Zuschauer bei einem Film bleiben, bevor sie ihn verlassen.

Worum es geht

Plattformen berichten die Verweildauer als Kurve, und die Form sagt mehr als der Mittelwert. Ein steiler Abfall gleich zu Beginn heisst meist, dass der Einstieg etwas versprochen hat, was der Film nicht einloest, oder dass das Format nicht zur Platzierung passt. Eine Klippe in der Mitte markiert einen konkreten Moment — eine ueberlange Logosequenz, einen Uebergang, dem niemand folgt, ein Interview, das laenger dauert als sein Inhalt. Ein flaches Ende deutet darauf hin, dass der Schluss mehr tragen koennte. Die Zaehlweisen unterscheiden sich je Plattform, also mit den eigenen Filmen auf demselben Kanal vergleichen statt mit fremden Zahlen.

Der Begriff hilft nur, wenn alle am Set dasselbe darunter verstehen — deshalb steht hier der Gebrauch und nicht die Lexikondefinition.

Was hier anders läuft

Konkret heißt das in der Planung:

  • Die Kurve lesen, nicht den Mittelwert — ihre Form benennt die Sekunde, in der der Schnitt Zuschauer verliert
  • Eine Klippe in der Mitte zeigt auf einen konkreten Moment und ist damit im naechsten Schnitt behebbar
  • Plattformen zaehlen Watch Time unterschiedlich; mit dem eigenen Kanal vergleichen, nicht mit fremden Zahlen

Mit TillyGen

TillyGen haengt jede Szene im Plan an einen Zweck — die schwache Strecke faellt auf, bevor sie gedreht ist.

Ändert sich eine Randbedingung, wandern die Folgen durch den ganzen Plan: betroffene Einstellungen werden markiert, die Disposition wird neu erzeugt, und niemand arbeitet weiter mit einer Fassung von gestern.

Häufige Fragen

Ist ein laengerer Film automatisch schlechter fuer die Watch Time?

Nein, Laenge und Verweildauer sind zwei Fragen. Ein langer Film, der sein Versprechen haelt, bindet; ein kurzer, der mit einem Logo beginnt, verliert genauso schnell.

Wie lange dauert die Einarbeitung in TillyGen?

Ein erstes Projekt lässt sich in unter einer Stunde anlegen. Es gibt keine Einrichtungsphase, in der erst Vorlagen und Felder konfiguriert werden müssen, bevor das Werkzeug etwas ausgibt.

Lassen sich die Ergebnisse exportieren?

Ja — als PDF für die Crew, als CSV für nachgelagerte Systeme und über die API für alles Automatisierte. Der Plan bleibt dabei die Quelle; die Exporte sind Ansichten davon.