Weiches Licht

Weiches Licht stammt von einer im Verhältnis zum Motiv großen Fläche, sodass Schatten weich statt scharf auslaufen.

Worum es geht

Weichheit kauft man mit Fläche und Nähe. Ein Vier-mal-Vier-Rahmen mit Diffusion direkt neben einer Spielerin legt sich um das Gesicht; derselbe Rahmen sechs Meter zurückgezogen verhält sich fast wieder wie eine Punktquelle. Diese Physik regiert den Grundriss: Weiches Licht braucht Platz für Rahmen, Stative und Sandsäcke — genau dort, wo Kamera und Tonangel auch hinwollen. Deshalb geht der Gaffer bei der Motivbesichtigung selbst durch den Raum, statt einen Plan zu lesen.

Der Begriff hilft nur, wenn alle am Set dasselbe darunter verstehen — deshalb steht hier der Gebrauch und nicht die Lexikondefinition.

Was hier anders läuft

Konkret heißt das in der Planung:

  • Abstand hebt Weichheit auf: Derselbe Diffusionsrahmen wird härter, je weiter er vom Motiv wegrückt.
  • Weiche Quellen streuen breit — um den Hintergrund frei zu halten, braucht es meist Fahnen oder einen Floppy.
  • Der versteckte Preis ist Platz: Ein großes weiches Führungslicht belegt Fläche, die Dollyschiene oder Tonangel auch brauchen.

Mit TillyGen

Vermerken die Motiv-Notizen in TillyGen einen engen Raum, zeigt der Plan früh, dass ein großes weiches Führungslicht nicht hineinpasst.

Ändert sich eine Randbedingung, wandern die Folgen durch den ganzen Plan: betroffene Einstellungen werden markiert, die Disposition wird neu erzeugt, und niemand arbeitet weiter mit einer Fassung von gestern.

Häufige Fragen

Ist weiches Licht für Gesichter immer die sicherere Wahl?

Es ist die nachsichtigere, das ist nicht dasselbe. Eine Geschichte über Erschöpfung oder Gewalt will oft die Textur, die nur eine harte Quelle zeigt.

Wie lange dauert die Einarbeitung in TillyGen?

Ein erstes Projekt lässt sich in unter einer Stunde anlegen. Es gibt keine Einrichtungsphase, in der erst Vorlagen und Felder konfiguriert werden müssen, bevor das Werkzeug etwas ausgibt.

Lassen sich die Ergebnisse exportieren?

Ja — als PDF für die Crew, als CSV für nachgelagerte Systeme und über die API für alles Automatisierte. Der Plan bleibt dabei die Quelle; die Exporte sind Ansichten davon.