Videoproduktion für Kanzleien
Das Mandatsgeheimnis reicht weiter, als die meisten Crews erwarten — in Flure, Schreibtische und Kalender. Ein Kanzleidreh wird um das herum kadriert, was unsichtbar bleiben muss.
Worum es geht
Akten, Namensschilder an Besprechungsräumen, Gerichtstermine am Wandkalender, ein erkennbarer Besucher am Empfang — all das kann das Mandatsgeheimnis verletzen. Sets werden deshalb nach dokumentiertem Standard bereinigt, und Mandantenszenen sind vollständig mit Darstellern gestellt. Berufsrecht regelt Anwaltswerbung: keine Erfolgsversprechen, vorsichtige Superlative und je nach Rechtsordnung Grenzen für die Beschreibung von Spezialisierungen — geprüft vom Legal Marketing vor der Aufnahme. Die knappste Ressource ist Partnerzeit, abgerechnet im Stundentakt und unterbrochen von Terminen — Interview-Slots sind kurz, werden spät bestätigt und oft verschoben. Die visuelle Aufgabe ist ehrliche Differenzierung: Bücher und Glas zeigt jede Kanzlei; der Plan muss die tatsächliche Stimme des Hauses finden.
Branchenroutine schlägt Allgemeinwissen: Wer die typischen Freigabewege und Auflagen des Feldes kennt, plant realistischer als jemand mit mehr Drehtagen, aber ohne Branchenerfahrung.
Was hier anders läuft
Die Punkte, an denen sich das von anderen Fällen unterscheidet:
- Die Set-Bereinigung ist forensisch: Akten, Türschilder, Kalender und Screens werden vor dem ersten Frame gegen eine Vertraulichkeitsliste geprüft
- Mandantengespräche werden mit Darstellern gestellt — echte Mandanten im Werbefilm sind selbst mit Einwilligung ein berufsrechtliches Risiko
- Werberegeln verbieten Erfolgsversprechen und begrenzen die Beschreibung von Expertise; Formulierungen werden vor der Aufnahme geprüft
- Partner-Interviews sind kurze, verschiebbare Slots mit vorbereiteten Fragen — Gerichtstermine schlagen die Dispo
- Büro-B-Roll braucht ein Konzept jenseits von Bücherregalen; die differenzierenden Szenen müssen entworfen werden, nicht gefunden
Was der Plan liefern muss
Ein Produktionsplan ist für dieses Gewerk dann brauchbar, wenn er das hier hergibt:
- Eine Vertraulichkeits-Checkliste pro Raum, abgearbeitet bevor die Crew hineingeht
- Einen Darsteller-basierten Inszenierungsplan für Mandanten- und Fallszenen
- Geprüfte Formulierungen für Expertise-Aussagen und Spezialisierungen
- Einen flexiblen Interviewplan entlang der Gerichtskalender
Typische Stolperstellen
Was in der Praxis am häufigsten schiefgeht:
- Einen Flur drehen, auf dessen Türschildern Fallnamen lesbar sind
- Eine Wir-gewinnen-immer-Erzählung texten, die das Berufsrecht verbietet
- Vier Partner in Serie an einem Verhandlungstag buchen
Mit TillyGen
TillyGen bereitet Kanzleidrehs mit Raum-für-Raum-Vertraulichkeitschecks und kurzen, verschiebbaren Interview-Slots vor — der Plan federt einen verlegten Gerichtstermin ab, statt daran zu zerbrechen.
Ändert sich eine Randbedingung, wandern die Folgen durch den ganzen Plan: betroffene Einstellungen werden markiert, die Disposition wird neu erzeugt, und niemand arbeitet weiter mit einer Fassung von gestern.
Häufige Fragen
Dürfen echte Mandanten im Kanzleifilm auftreten?
Es ist das Risiko selten wert — Mandatsgeheimnis und Berufsrecht wiegen schwerer als der Authentizitätsgewinn. Gestellte Mandantenszenen mit Darstellern, gebaut auf anonymisierten Mustern, sind der professionelle Standard.
Was darf eine Kanzlei über ihre Erfolge sagen?
Keine Garantien und keine irreführenden Erfolgsbilanzen — das Berufsrecht ist hier streng. Rankings, zulässige Fachanwaltschaften und belegbare Erfahrung tragen die Botschaft stattdessen.
Wie planen wir um die Verfügbarkeit der Partner?
Kurze Slots, vorbereitete Fragen, ein ruhiger Raum nahe ihrem Büro und eingebaute Ausweichtermine. Behandle jedes Partner-Interview als verschiebbar und baue den Drehtag so, dass er die Verschiebung übersteht.
Wie lange dauert die Einarbeitung in TillyGen?
Ein erstes Projekt lässt sich in unter einer Stunde anlegen. Es gibt keine Einrichtungsphase, in der erst Vorlagen und Felder konfiguriert werden müssen, bevor das Werkzeug etwas ausgibt.
Lassen sich die Ergebnisse exportieren?
Ja — als PDF für die Crew, als CSV für nachgelagerte Systeme und über die API für alles Automatisierte. Der Plan bleibt dabei die Quelle; die Exporte sind Ansichten davon.