Videoproduktion für Messen und Events
Alles, was auf einem Event zählt, passiert einmal, zur festen Minute, in einem Raum, den du eine Stunde vorher betreten durftest.
Worum es geht
Es gibt keinen zweiten Take und keinen zweiten Tag. Die Keynote beginnt, wenn sie beginnt, der Preis wird einmal übergeben, und der Stand ist genau so lange voll, wie die Halle offen ist. Damit wird Auflösung zur Frage, wie viele Kameras du finanzieren kannst — nicht, wie viele Achsen du gern hättest. Das Haus legt eine eigene Schicht darauf: Drehgenehmigung, Hallenelektrik für Strom, Stativverbote in Gängen und Gebühren fürs Filmen außerhalb des eigenen Standes. Nachbaraussteller haben ihrem Auftritt nie zugestimmt, und ihre unveröffentlichten Produkte stehen in deinem Hintergrund. Der Aufbau passiert in den Stunden vor Türöffnung, neben Riggern und Caterern — und endet in der Sekunde, in der der erste Besucher hereinkommt.
Branchenroutine schlägt Allgemeinwissen: Wer die typischen Freigabewege und Auflagen des Feldes kennt, plant realistischer als jemand mit mehr Drehtagen, aber ohne Branchenerfahrung.
Was hier anders läuft
Die Punkte, an denen sich das von anderen Fällen unterscheidet:
- Die Drehrechte auf dem Messegelände liegen beim Veranstalter: Auf dem eigenen Stand drehst du frei, alles im Gang braucht meist Genehmigung und Gebühr
- Strom, Rigging und alles über Kopfhöhe laufen über die Dienstleister des Hauses, gebucht Wochen vorher zu Fristpreisen
- Nachbarstände und deren unangekündigte Produkte landen in jeder Totale — Kameraachsen wählst du gegen den Hallenplan, nicht gegen das Standdesign
- Besucher sind Publikum: Beschilderung am Standeingang plus Freigaben für alle, die vor der Kamera sprechen, eingesammelt solange sie noch da sind
- Auf- und Abbau liegen in den engen Bauzeiten, und die Bühnenprobe ist oft die einzige Gelegenheit, eine Keynote überhaupt zu leuchten
Was der Plan liefern muss
Ein Produktionsplan ist für dieses Gewerk dann brauchbar, wenn er das hier hergibt:
- Einen Minutenplan am Veranstaltungsablauf, mit Markierung, welche Momente einmalig sind und welche sich in einer ruhigen Stunde nachstellen lassen
- Hausgenehmigungen, Strombestellung und Rigging-Anträge vor den Fristen des Veranstalters eingereicht, nicht nach der Konzeptfreigabe
- Eine zweite Kamera auf jedem unwiederholbaren Moment, weil sich Auflösung nachträglich nicht aus einer Achse bauen lässt
Typische Stolperstellen
Was in der Praxis am häufigsten schiefgeht:
- Standatmosphäre zur Stoßzeit planen und feststellen, dass die Genehmigung für den Gang nie gekauft wurde
- Die Keynote mit einer Kamera abdecken und genau die Reaktion verlieren, die der Kunde wollte
- Strom am Morgen des Aufbaus bestellen, zum Aufschlagspreis des Hauses für späte Anmeldungen
Mit TillyGen
TillyGen macht aus dem Ablaufplan eine getaktete Shotlist, in der einmalige Momente markiert sind und gestellte Shots die Lücken füllen — die Crew weiß vor Türöffnung, was nicht ausfallen darf.
Ändert sich eine Randbedingung, wandern die Folgen durch den ganzen Plan: betroffene Einstellungen werden markiert, die Disposition wird neu erzeugt, und niemand arbeitet weiter mit einer Fassung von gestern.
Häufige Fragen
Dürfen wir überall in der Halle drehen?
Auf dem eigenen Stand ja. Außerhalb entscheidet der Veranstalter, meist über eine kostenpflichtige Drehgenehmigung mit Regeln zu Stativen, Licht und Gangbreite. Kläre das, bevor das Konzept Laufbilder durch die Halle verspricht.
Was ist mit Besuchern und Nachbarständen?
Sichtbare Beschilderung an den Standzugängen und Freigaben von allen, die sprechen. Bei Nachbarn wählst du Achsen, die deren Stände unscharf halten, und prüfst im Hallenplan, wo unangekündigte Produkte stehen.
Wie decken wir eine einmalige Keynote ab?
Mindestens zwei Kameras, eine fest auf der Totale als Versicherung, dazu ein Tonabgriff vom Bühnenpult. Nutze die Probe für Belichtung und Kadrage — im Livedurchgang korrigierst du nichts mehr.
Wie lange dauert die Einarbeitung in TillyGen?
Ein erstes Projekt lässt sich in unter einer Stunde anlegen. Es gibt keine Einrichtungsphase, in der erst Vorlagen und Felder konfiguriert werden müssen, bevor das Werkzeug etwas ausgibt.
Lassen sich die Ergebnisse exportieren?
Ja — als PDF für die Crew, als CSV für nachgelagerte Systeme und über die API für alles Automatisierte. Der Plan bleibt dabei die Quelle; die Exporte sind Ansichten davon.