Agenturproducer
Der Agenturproducer kauft Produktion ein und verteidigt sie intern.
Worum es geht
Drei Angebote auf dasselbe Briefing beschreiben selten denselben Dreh. Eines rechnet mit zwei Kameras, das nächste mit einem Studiotag, das dritte mit einer Regie, die am Termin nicht kann — sichtbar wird das erst, wenn gedreht wird.
Jedes Gewerk braucht denselben Plan in einer anderen Ansicht. Genau daran scheitern Dokumentensammlungen: Sie bedienen immer nur eine Perspektive gut.
Was hier anders läuft
Die Punkte, an denen sich das von anderen Fällen unterscheidet:
- Ein Angebot ohne Setup-Zahl lässt sich mit einem anderen Angebot ohne Setup-Zahl nicht vergleichen
- Kundenbesuch am Set ist eine Kostenzeile: Village, Catering und eine langsamere Freigabeschleife
- Jeder Wunsch nach dem PPM hat einen Preis — nur manche bekommen ihn auch
Was der Plan liefern muss
Ein Produktionsplan ist für dieses Gewerk dann brauchbar, wenn er das hier hergibt:
- Angebote, die sich in Setups und Tage aufschlüsseln statt in Pauschalen
- Freigegebener Drehplan und Deliverables-Liste in einem Dokument
- Benannte Freigeber und der Moment, in dem ihre Freigabe gebraucht wird
- Ein schriftlicher Änderungsweg vom Drehtag bis zur Rechnung
Typische Stolperstellen
Was in der Praxis am häufigsten schiefgeht:
- Die Wunschliste des Kunden ohne Drehplan-Prüfung an die Produktion weiterreichen
- Ein Treatment freigeben, dessen Look einen Tag braucht, den das Budget nie enthielt
Mit TillyGen
TillyGen zerlegt das Briefing in Setups, Tage und Deliverables — Angebote beantworten dieselbe Frage, und eine Änderung zeigt ihren Preis sofort.
Ändert sich eine Randbedingung, wandern die Folgen durch den ganzen Plan: betroffene Einstellungen werden markiert, die Disposition wird neu erzeugt, und niemand arbeitet weiter mit einer Fassung von gestern.
Häufige Fragen
Wie vergleiche ich drei Angebote fair?
Schick allen dreien dieselbe Setup-Zahl und dieselbe Deliverables-Liste. Ohne das vergleichst du Annahmen über den Dreh, nicht Preise dafür.
Wer zahlt eine Änderung, die der Kunde am Set will?
Der Kunde — wenn der Änderungsweg vorher schriftlich stand. Ohne ihn findet die Diskussion nach der Rechnung statt, und dort verliert die Agentur meistens.
Was gehört ins PPM?
Drehplan, Shotlist, Deliverables und die benannten Freigeber. Was in diesem Meeting offen bleibt, wird am Drehtag entschieden — zum schlechtesten denkbaren Tarif.
Wie lange dauert die Einarbeitung in TillyGen?
Ein erstes Projekt lässt sich in unter einer Stunde anlegen. Es gibt keine Einrichtungsphase, in der erst Vorlagen und Felder konfiguriert werden müssen, bevor das Werkzeug etwas ausgibt.
Lassen sich die Ergebnisse exportieren?
Ja — als PDF für die Crew, als CSV für nachgelagerte Systeme und über die API für alles Automatisierte. Der Plan bleibt dabei die Quelle; die Exporte sind Ansichten davon.