DIT
Codec, Auflösung und Bildrate entscheiden, wie lange eine Karte zum Kopieren braucht.
Worum es geht
Daten haben eine Dauer. Eine Karte ist nicht fertig, wenn die Kamera stoppt, sondern wenn die zweite geprüfte Kopie existiert. Diese Uhr läuft im Tempo der langsamsten Platte in der Kette — nicht im Tempo des Feierabends.
Jedes Gewerk braucht denselben Plan in einer anderen Ansicht. Genau daran scheitern Dokumentensammlungen: Sie bedienen immer nur eine Perspektive gut.
Was hier anders läuft
Konkret heißt das in der Planung:
- Kopierzeit skaliert mit Codec und Bildrate, nie mit der Dringlichkeit des Drehschlusses
- Zwei Kopien auf getrennten Medien plus eine außer Haus sind das Minimum, bevor jemand eine Karte formatiert
- Die Prüfsumme ist der Schritt, den alle überspringen — und der einzige, der die Kopie beweist
Was der Plan liefern muss
Ein Produktionsplan ist für dieses Gewerk dann brauchbar, wenn er das hier hergibt:
- Offload-Fenster im Tag eingeplant, nicht nach Drehschluss hineingequetscht
- Codec, Auflösung und Bildrate fest, bevor der Speicherplan steht
- Strom und ein brauchbarer Arbeitsplatz am Set, nicht im Kofferraum
- Eine Regel für die Kartenrückgabe, die das ganze Kamerateam kennt
Typische Stolperstellen
Was in der Praxis am häufigsten schiefgeht:
- Eine Karte formatieren, solange nur eine Kopie existiert
- Speicher an der Länge des fertigen Films bemessen statt am aufgezeichneten Material
Mit TillyGen
TillyGen leitet die Datenmenge aus Codec, Auflösung und Drehstunden ab — Speicher und Offload-Fenster stehen als Positionen im Tag.
Ändert sich eine Randbedingung, wandern die Folgen durch den ganzen Plan: betroffene Einstellungen werden markiert, die Disposition wird neu erzeugt, und niemand arbeitet weiter mit einer Fassung von gestern.
Häufige Fragen
Wie viel Speicher braucht ein Drehtag?
Datenrate des Aufnahmeformats mal die Stunden, in denen die Kameras wirklich laufen, dann verdoppeln für die zweite Kopie. Die Länge des fertigen Films hat mit dieser Zahl nichts zu tun.
Wann darf eine Karte formatiert werden?
Wenn zwei geprüfte Kopien auf getrennten Medien liegen und eine davon nicht im selben Koffer reist. Geprüft heißt: Prüfsumme, nicht ein Blick in den Dateimanager.
Wem gehört der Look am Set?
Das LUT trägt die DIT, der Look gehört der Kamera und die Farbkorrektur erbt beides. Ein LUT, das ohne Notiz in die Post geht, ist Dekoration, keine Referenz.
Wie lange dauert die Einarbeitung in TillyGen?
Ein erstes Projekt lässt sich in unter einer Stunde anlegen. Es gibt keine Einrichtungsphase, in der erst Vorlagen und Felder konfiguriert werden müssen, bevor das Werkzeug etwas ausgibt.
Lassen sich die Ergebnisse exportieren?
Ja — als PDF für die Crew, als CSV für nachgelagerte Systeme und über die API für alles Automatisierte. Der Plan bleibt dabei die Quelle; die Exporte sind Ansichten davon.