Anschluss
Anschluss heißt, dass alles Sichtbare einer Szene über Takes und Einstellungen gleich bleibt, damit der Schnitt wie ein Moment wirkt.
Worum es geht
Weil nicht der Reihe nach gedreht wird, lebt der Anschluss von Notizen und Fotos, nicht von Erinnerung. Script-Continuity protokolliert, welcher Satz zu welchem Take gehört, wie weit die Zigarette heruntergebrannt war, in welcher Hand das Glas lag und wo die Darstellerin stand, als die Tür aufging. Kostüm, Requisite und Maske fotografieren zu Szenenbeginn ihren Stand. Im Schnitt sind Fehler gnadenlos: eine Jacke, die sich selbst zuknöpft, Regen, der mitten im Gespräch aufhört, ein Brot, das nachwächst. Ein halber Nachdrehtag kostet mehr als die zehn Minuten Kontrolle davor.
Der Begriff hilft nur, wenn alle am Set dasselbe darunter verstehen — deshalb steht hier der Gebrauch und nicht die Lexikondefinition.
Was hier anders läuft
Die Punkte, an denen sich das von anderen Fällen unterscheidet:
- Der Bewegungsanschluss betrifft die Handlung über den Schnitt, der Requisiten- und Kostümanschluss den Zustand der Dinge in der Szene.
- Was am Ende im Bild sichtbar bleibt, heißt Anschlussfehler — und fällt fast immer erst im Schnitt auf.
- Anschlussfotos ohne Szene, Einstellung und Take darauf sind wertlos: erst notieren, dann fotografieren.
Mit TillyGen
TillyGen hält die Einstellungen einer Szene zusammen, auch wenn sie auf verschiedene Tage fallen — genau dort entsteht das Anschlussrisiko.
Ändert sich eine Randbedingung, wandern die Folgen durch den ganzen Plan: betroffene Einstellungen werden markiert, die Disposition wird neu erzeugt, und niemand arbeitet weiter mit einer Fassung von gestern.
Häufige Fragen
Wer achtet in einem kleinen Team auf den Anschluss?
Ohne Script-Continuity übernehmen Regieassistenz oder Regie. Das praktische Minimum ist ein Foto jeder Einstellung, bevor die Kamera umgestellt wird.
Wie lange dauert die Einarbeitung in TillyGen?
Ein erstes Projekt lässt sich in unter einer Stunde anlegen. Es gibt keine Einrichtungsphase, in der erst Vorlagen und Felder konfiguriert werden müssen, bevor das Werkzeug etwas ausgibt.
Lassen sich die Ergebnisse exportieren?
Ja — als PDF für die Crew, als CSV für nachgelagerte Systeme und über die API für alles Automatisierte. Der Plan bleibt dabei die Quelle; die Exporte sind Ansichten davon.