Company Move
Ein Company Move ist der Umzug von Crew, Cast und Technik von einem Motiv zum nächsten innerhalb eines Drehtags.
Worum es geht
Im Drehplan ist er eine unscheinbare Zeile; in Wirklichkeit ist er ein Wrap im Kleinen: Cases packen, Trucks laden, Konvoi durch den Verkehr, neues Parken, neuer Strom, neuer Aufbau. Die halbe Planungskunst besteht darin, Umzüge zu vermeiden — Szenen nach Motiv bündeln —, die andere Hälfte darin, die unvermeidbaren dorthin zu legen, wo sie am wenigsten wehtun, klassisch über die Mittagspause, sodass das Catering vorausspringt. Lobt die Motivsuche ein Motiv, lautet die erste Gegenfrage, was der Umzug dorthin wirklich kostet.
Der Begriff hilft nur, wenn alle am Set dasselbe darunter verstehen — deshalb steht hier der Gebrauch und nicht die Lexikondefinition.
Was hier anders läuft
Konkret heißt das in der Planung:
- Die Distanz ist nur die halbe Rechnung; Ladewege, Aufzüge und Parkplätze entscheiden den Rest.
- Umzüge bekommen in der Dispo eine eigene Zeile samt Zeitbudget — in Szenen versteckt sprengen sie Tage.
- Zwei Motive in Gehweite kosten trotzdem einen Move, wenn die Technik per Truck reist.
Mit TillyGen
Im TillyGen-Drehplan stehen Moves als eigene Blöcke zwischen den Motiven — ihre Zeitkosten bleiben sichtbar, statt in Szenen zu verschwinden.
Ändert sich eine Randbedingung, wandern die Folgen durch den ganzen Plan: betroffene Einstellungen werden markiert, die Disposition wird neu erzeugt, und niemand arbeitet weiter mit einer Fassung von gestern.
Häufige Fragen
Wie viel Zeit braucht ein Company Move?
Abbau, Fahrt und Aufbau kosten je echte Minuten; geh die Strecke bei der Besichtigung ab und stoppe sie. Ein Move, der auf der Karte nach dreißig Minuten aussieht, ist am Drehtag selten einer.
Wie lange dauert die Einarbeitung in TillyGen?
Ein erstes Projekt lässt sich in unter einer Stunde anlegen. Es gibt keine Einrichtungsphase, in der erst Vorlagen und Felder konfiguriert werden müssen, bevor das Werkzeug etwas ausgibt.
Lassen sich die Ergebnisse exportieren?
Ja — als PDF für die Crew, als CSV für nachgelagerte Systeme und über die API für alles Automatisierte. Der Plan bleibt dabei die Quelle; die Exporte sind Ansichten davon.