Containerformat

Ein Containerformat ist die Dateistruktur, die kodiertes Bild, Ton und Metadaten zusammenhält.

Worum es geht

Der Container ist die Kiste, der Codec das, was darin liegt. Die Kiste bestimmt, wie viele Tonspuren hineinpassen, ob Timecode überlebt, wie Untertitel mitreisen und welche Software die Datei überhaupt öffnet. Sender setzen auf MXF, weil es strenge Metadaten trägt; Postproduktionen nutzen MOV wegen der Spurflexibilität; alles fürs Web landet als MP4. Auslieferungsvorgaben nennen fast immer beides — Container und Codec — und ein Master wird regelmäßig wegen der falschen Hülle zurückgewiesen, obwohl das Bild einwandfrei ist.

Der Begriff hilft nur, wenn alle am Set dasselbe darunter verstehen — deshalb steht hier der Gebrauch und nicht die Lexikondefinition.

Was hier anders läuft

Konkret heißt das in der Planung:

  • MXF für Broadcast, MOV für die Post, MP4 fürs Web — jeder Container beantwortet eine andere Auslieferungsfrage
  • Die Hülle entscheidet, wie viele Tonspuren, welcher Timecode und welche Metadaten die Übergabe überstehen
  • Eine umbenannte Endung ändert nichts am Inhalt und zerschießt meist nur die Wiedergabe

Mit TillyGen

In TillyGen hinterlegte Auslieferungsanforderungen wandern mit dem Projekt mit — der Export am Ende passt zu der Hülle, die zu Beginn vereinbart wurde.

Ändert sich eine Randbedingung, wandern die Folgen durch den ganzen Plan: betroffene Einstellungen werden markiert, die Disposition wird neu erzeugt, und niemand arbeitet weiter mit einer Fassung von gestern.

Häufige Fragen

Warum läuft ein MP4 überall und ein anderes nicht?

Weil der Container nichts über den Codec darin verrät. Ein MP4 mit exotischem Codec öffnet sich auf einem Gerät ohne passenden Decoder schlicht nicht.

Wie lange dauert die Einarbeitung in TillyGen?

Ein erstes Projekt lässt sich in unter einer Stunde anlegen. Es gibt keine Einrichtungsphase, in der erst Vorlagen und Felder konfiguriert werden müssen, bevor das Werkzeug etwas ausgibt.

Lassen sich die Ergebnisse exportieren?

Ja — als PDF für die Crew, als CSV für nachgelagerte Systeme und über die API für alles Automatisierte. Der Plan bleibt dabei die Quelle; die Exporte sind Ansichten davon.