Farbtiefe
Die Farbtiefe legt fest, wie fein ein System Helligkeitswerte je Farbkanal unterscheiden kann.
Worum es geht
Der Unterschied zwischen 8 und 10 Bit zeigt sich bei einer sauber belichteten Einstellung kaum. Er zeigt sich, sobald jemand gradet: Kontrast in einen Himmel drücken, Schatten anheben oder Haut wärmen zieht die vorhandenen Stufen auseinander, und 8 Bit gehen dabei als sichtbare Streifen aus. 10 Bit bietet die vierfache Stufenzahl pro Kanal und verträgt dieses Dehnen klaglos. Deshalb sind Log-Aufnahme und 8 Bit ein unangenehmes Paar — Log flacht das Bild bewusst ab und erwartet, dass das Grading es später wieder auseinanderzieht.
Der Begriff hilft nur, wenn alle am Set dasselbe darunter verstehen — deshalb steht hier der Gebrauch und nicht die Lexikondefinition.
Was hier anders läuft
Konkret heißt das in der Planung:
- 8 Bit hält 256 Stufen je Kanal, 10 Bit hält 1024 — die Reserve, die beim Grading verbraucht wird
- Streifenbildung zeigt sich zuerst in Himmel, Wänden und weichen Verläufen, nicht in unruhigen Texturen
- Log-Material in 8 Bit ist eine riskante Kombination; die flache Kurve braucht die zusätzlichen Stufen
Mit TillyGen
Steht im Plan, dass ein Projekt gegradet wird, hält TillyGen diese Anforderung dort sichtbar, wo das Aufnahmeformat gewählt wird.
Ändert sich eine Randbedingung, wandern die Folgen durch den ganzen Plan: betroffene Einstellungen werden markiert, die Disposition wird neu erzeugt, und niemand arbeitet weiter mit einer Fassung von gestern.
Häufige Fragen
Brauchen wir 10 Bit für einen einfachen Imagefilm?
Geht er weitgehend so raus, wie er gedreht wurde, reichen meist 8 Bit. Sobald jemand das Bild farblich umformt, zahlt sich 10 Bit beim ersten Himmel aus.
Wie lange dauert die Einarbeitung in TillyGen?
Ein erstes Projekt lässt sich in unter einer Stunde anlegen. Es gibt keine Einrichtungsphase, in der erst Vorlagen und Felder konfiguriert werden müssen, bevor das Werkzeug etwas ausgibt.
Lassen sich die Ergebnisse exportieren?
Ja — als PDF für die Crew, als CSV für nachgelagerte Systeme und über die API für alles Automatisierte. Der Plan bleibt dabei die Quelle; die Exporte sind Ansichten davon.