Log-Profil
Ein Log-Profil speichert Helligkeit logarithmisch und behält so mehr Dynamikumfang in einer Datei.
Worum es geht
In Log zu drehen ist ein Versprechen, später zu graden. Die Kamera liefert ein flaues, graues Bild, das niemand der Kundschaft zeigen würde — es trägt aber weit mehr Information zwischen den dunkelsten und hellsten Stellen als ein eingebranntes Profil. Das zahlt sich nur mit ausreichender Farbtiefe und einer Person aus, die es hinterher umformt. Am Set wird über eine Konvertierungs-LUT abgenommen, damit die Regie ein vernünftiges Bild sieht, während die Aufnahme flach bleibt. Wer kein Grading einplant, dreht besser ein normales Profil.
Der Begriff hilft nur, wenn alle am Set dasselbe darunter verstehen — deshalb steht hier der Gebrauch und nicht die Lexikondefinition.
Was hier anders läuft
Die Punkte, an denen sich das von anderen Fällen unterscheidet:
- Log ohne geplantes Grading verschenkt den Vorteil und liefert am Ende nur ein mattes Bild
- Am Set über eine Konvertierungs-LUT abnehmen, damit niemand die Belichtung am flachen Signal beurteilt
- Log braucht Farbtiefe: 10 Bit oder mehr, sonst zerreißt das Grading die Verläufe
Mit TillyGen
Steht ein Grading-Durchgang im TillyGen-Plan, ist die Entscheidung für Log keine Kamera-Vorliebe mehr, sondern ein eingeplanter Arbeitsschritt.
Ändert sich eine Randbedingung, wandern die Folgen durch den ganzen Plan: betroffene Einstellungen werden markiert, die Disposition wird neu erzeugt, und niemand arbeitet weiter mit einer Fassung von gestern.
Häufige Fragen
Sollten wir für einen zweitägigen Imagefilm in Log drehen?
Nur wenn jemand gradet. Ohne Grading-Tag im Plan liefert ein gut eingestelltes Standardprofil das bessere Bild bei weniger Aufwand.
Wie lange dauert die Einarbeitung in TillyGen?
Ein erstes Projekt lässt sich in unter einer Stunde anlegen. Es gibt keine Einrichtungsphase, in der erst Vorlagen und Felder konfiguriert werden müssen, bevor das Werkzeug etwas ausgibt.
Lassen sich die Ergebnisse exportieren?
Ja — als PDF für die Crew, als CSV für nachgelagerte Systeme und über die API für alles Automatisierte. Der Plan bleibt dabei die Quelle; die Exporte sind Ansichten davon.