RAW-Video

RAW-Video speichert die Sensordaten vor Debayering und kamerainterner Bildbearbeitung.

Worum es geht

RAW ist noch kein Bild. Die Datei enthält, was der Sensor gemessen hat; die Entwicklungsentscheidungen — Weißabgleich, ISO, Farbwissenschaft — fallen später an der Workstation statt eingebrannt am Set. Für Werbung, VFX-lastige Arbeiten und schwieriges Mischlicht ist diese Freiheit bares Geld wert. Sie vervielfacht aber das Datenvolumen, erzwingt vor dem Schnitt einen Entwicklungs- oder Wandlungsschritt und bindet das Projekt an Software, die das Herstellerformat liest. Doku-Teams mit langen Drehtagen entscheiden sich meist dagegen.

Der Begriff hilft nur, wenn alle am Set dasselbe darunter verstehen — deshalb steht hier der Gebrauch und nicht die Lexikondefinition.

Was hier anders läuft

Die Punkte, an denen sich das von anderen Fällen unterscheidet:

  • Weißabgleich und ISO bleiben nach dem Dreh verhandelbar — das stärkste Argument für RAW
  • Daten einplanen: RAW vervielfacht Karten-, Backup- und Archivvolumen gegenüber einem Intermediate
  • RAW braucht immer einen Entwicklungs- oder Wandlungsschritt, bevor ein Schnitt flüssig läuft

Mit TillyGen

Weil TillyGen Drehtage und Formate in einem Plan hält, ist der Speicher- und Kopierbedarf eines RAW-Workflows sichtbar, bevor die erste Karte voll ist.

Ändert sich eine Randbedingung, wandern die Folgen durch den ganzen Plan: betroffene Einstellungen werden markiert, die Disposition wird neu erzeugt, und niemand arbeitet weiter mit einer Fassung von gestern.

Häufige Fragen

Ist RAW immer die bessere Wahl?

Nur dort, wo die Freiheit genutzt wird. Ohne Grading und mit knappem Termin kauft RAW vor allem längere Kopierzeiten und größere Platten.

Wie lange dauert die Einarbeitung in TillyGen?

Ein erstes Projekt lässt sich in unter einer Stunde anlegen. Es gibt keine Einrichtungsphase, in der erst Vorlagen und Felder konfiguriert werden müssen, bevor das Werkzeug etwas ausgibt.

Lassen sich die Ergebnisse exportieren?

Ja — als PDF für die Crew, als CSV für nachgelagerte Systeme und über die API für alles Automatisierte. Der Plan bleibt dabei die Quelle; die Exporte sind Ansichten davon.