Proxy-Schnitt

Proxy-Schnitt bedeutet, mit verkleinerten Kopien statt mit dem Originalmaterial zu schneiden.

Worum es geht

Ein Laptop, der an 6K-RAW ruckelt, spielt einen Proxy in Viertelauflösung mühelos ab — dieser Unterschied entscheidet, ob im Schnitt gearbeitet oder gewartet wird. Proxys entstehen einmal, meist beim Einspielen, und tragen dieselben Dateinamen und denselben Timecode wie die Originale, sodass das Zurückschalten eine einzige Einstellung ist. Sie erlauben außerdem, ein ganzes Projekt auf einer Reiseplatte fern vom Speicherserver zu schneiden. Die Regel, die das absichert: Dateinamen zwischen Original und Proxy nie ändern, sonst scheitert die Verknüpfung genau vor dem Abgabetermin.

Der Begriff hilft nur, wenn alle am Set dasselbe darunter verstehen — deshalb steht hier der Gebrauch und nicht die Lexikondefinition.

Was hier anders läuft

Konkret heißt das in der Planung:

  • Dateinamen und Timecode zwischen Original und Proxy identisch halten, sonst scheitert das Zurückverknüpfen
  • Proxys beim Einspielen erzeugen, nicht später — zweimal wandeln kostet einen kompletten Durchlauf
  • Grading und Finishing auf den Originalen; Proxys sind nur für Schnitt und Review da

Mit TillyGen

Review-Runden in TillyGen arbeiten am Proxy-Schnitt — Feedback läuft weiter, während die Originale unangetastet auf dem Speicher liegen.

Ändert sich eine Randbedingung, wandern die Folgen durch den ganzen Plan: betroffene Einstellungen werden markiert, die Disposition wird neu erzeugt, und niemand arbeitet weiter mit einer Fassung von gestern.

Häufige Fragen

Welche Auflösung sollten Proxys haben?

Klein genug für flüssige Wiedergabe, groß genug zum Beurteilen von Kadrage und Schärfe. Halbe oder viertel Originalauflösung ist der übliche Kompromiss.

Wie lange dauert die Einarbeitung in TillyGen?

Ein erstes Projekt lässt sich in unter einer Stunde anlegen. Es gibt keine Einrichtungsphase, in der erst Vorlagen und Felder konfiguriert werden müssen, bevor das Werkzeug etwas ausgibt.

Lassen sich die Ergebnisse exportieren?

Ja — als PDF für die Crew, als CSV für nachgelagerte Systeme und über die API für alles Automatisierte. Der Plan bleibt dabei die Quelle; die Exporte sind Ansichten davon.