XML und AAF
XML und AAF sind Austauschformate, die eine vollständige Timeline zwischen Schnitt-, Grading- und Tonsoftware bewegen.
Worum es geht
Auf diesen Formaten läuft eine moderne Übergabe tatsächlich. AAF ist der etablierte Weg in die Tonpostproduktion und trägt mehrere Spuren, Pegelautomation und Handles, damit der Tonschnitt links und rechts vom Schnittpunkt Material hat. XML ist die gemeinsame Sprache zwischen Schnittsystemen und Grading-Software und erhält Ebenen, Geschwindigkeitsänderungen und einfache Effekte. Perfekt überlebt keines die Reise: Plugin-Effekte und ungewöhnliche Übergänge kommen oft falsch an — deshalb reist immer ein Referenzexport mit.
Der Begriff hilft nur, wenn alle am Set dasselbe darunter verstehen — deshalb steht hier der Gebrauch und nicht die Lexikondefinition.
Was hier anders läuft
Die Punkte, an denen sich das von anderen Fällen unterscheidet:
- AAF ist der Standardweg in die Tonpost, XML der übliche Pfad in die Grading-Software
- Immer Ton-Handles exportieren, meist einige Sekunden, damit der Tonschnitt um Schnitte arbeiten kann
- Zu jeder Austauschdatei ein Referenzvideo mitschicken, damit die Gegenseite vergleichen kann
Mit TillyGen
Übergaben an Ton und Grading stehen im TillyGen-Plan als eigene Deliverables — niemand merkt erst am Tag, dass der Export nie eingeplant war.
Ändert sich eine Randbedingung, wandern die Folgen durch den ganzen Plan: betroffene Einstellungen werden markiert, die Disposition wird neu erzeugt, und niemand arbeitet weiter mit einer Fassung von gestern.
Häufige Fragen
XML oder AAF — was schicken wir?
AAF in die Tonpost, XML ins Grading und in andere Schnittsysteme. Vorher die Gegenseite fragen; deren Software entscheidet, nicht die eigene.
Warum verschwinden Effekte beim Transfer?
Austauschformate beschreiben Struktur, keine Fremd-Plugins. Was ein Plugin erzeugt hat, muss gerendert oder auf der Gegenseite neu gebaut werden.
Wie lange dauert die Einarbeitung in TillyGen?
Ein erstes Projekt lässt sich in unter einer Stunde anlegen. Es gibt keine Einrichtungsphase, in der erst Vorlagen und Felder konfiguriert werden müssen, bevor das Werkzeug etwas ausgibt.
Lassen sich die Ergebnisse exportieren?
Ja — als PDF für die Crew, als CSV für nachgelagerte Systeme und über die API für alles Automatisierte. Der Plan bleibt dabei die Quelle; die Exporte sind Ansichten davon.