Feinschnitt
Der Feinschnitt verfeinert eine abgenommene Struktur bis auf einzelne Bilder und Übergänge.
Worum es geht
Sobald niemand mehr vorschlägt, Szenen zu verschieben, beginnt der Feinschnitt. Zwei Bilder früher auf eine Reaktion, ein Atemzug vor dem Satz stehen gelassen, eine Blende durch einen harten Schnitt ersetzt — kleine Entscheidungen, die darüber bestimmen, ob eine Sequenz lebt. Hier wird auch die Laufzeit auf die Vorgabe gebracht, Temp-Musik ersetzt und Grafik-Platzhalter durch das Echte getauscht. Strukturfragen im Feinschnitt wieder aufzumachen ist teuer — deshalb braucht der Rohschnitt vorher eine echte Freigabe.
Der Begriff hilft nur, wenn alle am Set dasselbe darunter verstehen — deshalb steht hier der Gebrauch und nicht die Lexikondefinition.
Was hier anders läuft
Konkret heißt das in der Planung:
- Jetzt in Bildern arbeiten: Einstiegspunkte, Reaktionstiming, Atempausen und das exakte Satzende
- Die Laufzeit auf die geforderte Länge bringen, bevor Ton und Grading beginnen
- Die Struktur hier wieder aufzumachen, entwertet Stunden bereits geleisteter Detailarbeit im ganzen Film
Mit TillyGen
Getrennte Review-Runden für Roh- und Feinschnitt halten in TillyGen beide Gespräche auseinander — Detailnotizen kommen, wenn Details dran sind.
Ändert sich eine Randbedingung, wandern die Folgen durch den ganzen Plan: betroffene Einstellungen werden markiert, die Disposition wird neu erzeugt, und niemand arbeitet weiter mit einer Fassung von gestern.
Häufige Fragen
Wie viele Feinschnitt-Runden sind realistisch?
Zwei bis drei mit festen Feedback-Fristen. Offene Runden ohne benanntes Ende sind der Hauptgrund, warum Schnitte ihr Budget überziehen.
Wie lange dauert die Einarbeitung in TillyGen?
Ein erstes Projekt lässt sich in unter einer Stunde anlegen. Es gibt keine Einrichtungsphase, in der erst Vorlagen und Felder konfiguriert werden müssen, bevor das Werkzeug etwas ausgibt.
Lassen sich die Ergebnisse exportieren?
Ja — als PDF für die Crew, als CSV für nachgelagerte Systeme und über die API für alles Automatisierte. Der Plan bleibt dabei die Quelle; die Exporte sind Ansichten davon.