EDL

Eine EDL (Edit Decision List) ist eine Textdatei, die einen Schnitt als nummerierte Folge von Schnittpunkten beschreibt.

Worum es geht

Das Format ist älter als jede heute genutzte Software, und genau das ist seine Stärke: Jedes System liest es, und ein Mensch kann es im Texteditor öffnen und verstehen. Es hält eine Videospur mit Quell- und Aufnahme-Timecodes fest, dazu einfache Übergänge. Alles, was moderner Schnitt hinzufügt — mehrere Ebenen, Effekte, Geschwindigkeitsrampen, Tondetails —, liegt außerhalb seines Wortschatzes. Colorists bekommen trotzdem gern eine, weil sie eindeutig ist, und sie wird oft zusätzlich zu einem reicheren Format als lesbare Gegenprobe exportiert.

Der Begriff hilft nur, wenn alle am Set dasselbe darunter verstehen — deshalb steht hier der Gebrauch und nicht die Lexikondefinition.

Was hier anders läuft

Konkret heißt das in der Planung:

  • Eine Videospur, Quell- und Aufnahme-Timecode, einfache Übergänge — mehr kennt das Format nicht
  • In jedem Texteditor lesbar und deshalb ideal, um eine Übergabe gegenzuprüfen
  • Effekte, Ebenen und Tondetails gehen verloren; zusätzlich ein reicheres Format exportieren

Mit TillyGen

TillyGen führt die Übergabe ans Grading als Schritt im Plan, damit der Export zu einem vereinbarten Termin den Schnitt verlässt statt auf Zuruf.

Ändert sich eine Randbedingung, wandern die Folgen durch den ganzen Plan: betroffene Einstellungen werden markiert, die Disposition wird neu erzeugt, und niemand arbeitet weiter mit einer Fassung von gestern.

Häufige Fragen

Ist eine EDL heute noch sinnvoll?

Ja, als einfache und lesbare Referenz. Für Ebenen, Effekte oder komplexen Ton XML oder AAF schicken und die EDL als Gegenprobe behandeln.

Wie lange dauert die Einarbeitung in TillyGen?

Ein erstes Projekt lässt sich in unter einer Stunde anlegen. Es gibt keine Einrichtungsphase, in der erst Vorlagen und Felder konfiguriert werden müssen, bevor das Werkzeug etwas ausgibt.

Lassen sich die Ergebnisse exportieren?

Ja — als PDF für die Crew, als CSV für nachgelagerte Systeme und über die API für alles Automatisierte. Der Plan bleibt dabei die Quelle; die Exporte sind Ansichten davon.