Distributionsstrategie

Die Distributionsstrategie legt fest, wer den Film auf welchen Wegen und wozu sehen soll.

Worum es geht

Die meisten Briefings nennen eine Laenge, bevor sie eine Zielgruppe nennen — falsche Reihenfolge. Die Strategie beantwortet vier Fragen: welche Zielgruppe, in welcher Interessenstufe, ueber welche Wege, gemessen woran. Diese Antworten veraendern den Film selbst: Ein Messeloop kommt ohne Dialog aus, eine bezahlte Feed-Platzierung entscheidet sich im Einstieg, ein Vertriebsfilm braucht Kapitel, in die man springen kann. Der Mediaplan kommt danach und terminiert diese Platzierungen mit Budget. Diese Strategie im Briefing-Termin zu erfragen verbessert mehr Filme als jede zusaetzliche kreative Idee.

Der Begriff hilft nur, wenn alle am Set dasselbe darunter verstehen — deshalb steht hier der Gebrauch und nicht die Lexikondefinition.

Was hier anders läuft

Die Punkte, an denen sich das von anderen Fällen unterscheidet:

  • Zielgruppe und Weg kommen vor der Laenge; eine zuerst genannte Laufzeit ist eine Schaetzung mit Zahl
  • Die Strategie steht vor dem Mediaplan: Eine klaert das Warum, der andere terminiert Wo und Wann
  • Tonlose Umfelder, kapitelweise Vertriebsfilme und Messeloops sind verschiedene Produkte, keine verschiedenen Exporte

Mit TillyGen

TillyGen startet bei Zielgruppe und Kanal — Umfang, Format und Shotlist folgen der Distributionsentscheidung, statt ihr vorauszulaufen.

Ändert sich eine Randbedingung, wandern die Folgen durch den ganzen Plan: betroffene Einstellungen werden markiert, die Disposition wird neu erzeugt, und niemand arbeitet weiter mit einer Fassung von gestern.

Häufige Fragen

Worin unterscheidet sich die Distributionsstrategie vom Mediaplan?

Die Strategie entscheidet, welche Zielgruppe zaehlt und warum; der Mediaplan terminiert Platzierungen und Budget. Ohne die Strategie ist der Mediaplan nur eine Ausgabenliste.

Wie lange dauert die Einarbeitung in TillyGen?

Ein erstes Projekt lässt sich in unter einer Stunde anlegen. Es gibt keine Einrichtungsphase, in der erst Vorlagen und Felder konfiguriert werden müssen, bevor das Werkzeug etwas ausgibt.

Lassen sich die Ergebnisse exportieren?

Ja — als PDF für die Crew, als CSV für nachgelagerte Systeme und über die API für alles Automatisierte. Der Plan bleibt dabei die Quelle; die Exporte sind Ansichten davon.