Dolly
Eine Dolly ist ein Kamerawagen, meist auf Schienen, der Kamera und oft auch den Operator durch die Einstellung trägt.
Worum es geht
Eine Dollyfahrt ist eine Produktionsentscheidung, keine Kameraentscheidung. Schienen müssen gelegt und mit Keilen ausgerichtet werden, der Boden muss sie tragen, die Strecke muss frei von Lampen und Möbeln bleiben, und ein Dolly-Grip schiebt in einem mit den Spielenden geprobten Rhythmus. Dafür bekommt man eine ruhige, schwere Bewegung mit echter Parallaxe — und Wiederholbarkeit: Take für Take passiert die Kamera dieselben Marken, was die Auflösung zusammenschneiden lässt und was ein Gimbal nicht verspricht.
Der Begriff hilft nur, wenn alle am Set dasselbe darunter verstehen — deshalb steht hier der Gebrauch und nicht die Lexikondefinition.
Was hier anders läuft
Die Punkte, an denen sich das von anderen Fällen unterscheidet:
- Schienen werden vor jedem Setup ausgerichtet; eine schiefe Schiene zeigt sich als schaukelnder Horizont im fertigen Bild.
- Eine Dollyfahrt bringt eine eigene Teamposition mit: Der Dolly-Grip schiebt, der Operator kadriert.
- Anders als ein Slider fährt eine Dolly viele Meter und trägt den Operator — deshalb dominiert sie lange Plansequenzen.
Mit TillyGen
TillyGen markiert Dolly-Shots in der Shotlist und reserviert Zeit fürs Schienenlegen im Drehplan — eine Fahrt wird nicht in die letzte Stunde gequetscht.
Ändert sich eine Randbedingung, wandern die Folgen durch den ganzen Plan: betroffene Einstellungen werden markiert, die Disposition wird neu erzeugt, und niemand arbeitet weiter mit einer Fassung von gestern.
Häufige Fragen
Wie lange dauert ein Dolly-Aufbau?
Rechne in Zehnerschritten von Minuten: Schienen legen und ausrichten, Fahrt proben und Strecke freiräumen passieren alle vor dem ersten Take.
Wie lange dauert die Einarbeitung in TillyGen?
Ein erstes Projekt lässt sich in unter einer Stunde anlegen. Es gibt keine Einrichtungsphase, in der erst Vorlagen und Felder konfiguriert werden müssen, bevor das Werkzeug etwas ausgibt.
Lassen sich die Ergebnisse exportieren?
Ja — als PDF für die Crew, als CSV für nachgelagerte Systeme und über die API für alles Automatisierte. Der Plan bleibt dabei die Quelle; die Exporte sind Ansichten davon.