Jib-Arm
Ein Jib-Arm ist ein gegengewichteter Hebel auf fester Basis, der die Kamera hebt, senkt und im Bogen schwenkt.
Worum es geht
Wo eine Dolly über den Boden fährt, arbeitet ein Jib um einen Drehpunkt — und dieser Unterschied entscheidet, was ein Shot braucht. Der Arm hebt die Kamera von Kniehöhe weit über das Team, schwebt über einen Tisch oder eine Mauer und kommt wieder auf ein Gesicht herunter: ein vertikales Vokabular, das Schienen nicht erreichen. Der Aufbau ist eine eigene Disziplin: Die Basis muss fest und ausgerichtet sein, Gegengewichte müssen Kopf und Kamera exakt ausbalancieren, und ab einer gewissen Höhe braucht es einen Fernsehkopf. Auch die lichte Höhe gehört geplant, denn Decken und Kabel begrenzen den Bogen.
Der Begriff hilft nur, wenn alle am Set dasselbe darunter verstehen — deshalb steht hier der Gebrauch und nicht die Lexikondefinition.
Was hier anders läuft
Die Punkte, an denen sich das von anderen Fällen unterscheidet:
- Ein Jib dreht um einen festen Punkt, eine Dolly verschiebt sich durch den Raum — zwei verschiedene Bewegungen, nicht austauschbar.
- Gegengewichte müssen exakt zu Kamera und Kopf passen; neu auswuchten nach einem Objektivwechsel kostet echte Minuten.
- Steigt die Kamera außer Reichweite, gehören ein Fernsehkopf und dessen Operator mit ins Paket.
Mit TillyGen
TillyGen gruppiert Jib-Shots im Drehplan — der Arm wird einmal am Tag aufgebaut statt zwischen den Setups auf- und abgebaut.
Ändert sich eine Randbedingung, wandern die Folgen durch den ganzen Plan: betroffene Einstellungen werden markiert, die Disposition wird neu erzeugt, und niemand arbeitet weiter mit einer Fassung von gestern.
Häufige Fragen
Jib oder Drohne für die Höhe?
Jib für präzise, wiederholbare Bewegungen, die drinnen an einem Gesicht beginnen oder enden. Drohne für Höhe und Distanz, die eine feste Basis draußen nicht schafft.
Wie lange dauert die Einarbeitung in TillyGen?
Ein erstes Projekt lässt sich in unter einer Stunde anlegen. Es gibt keine Einrichtungsphase, in der erst Vorlagen und Felder konfiguriert werden müssen, bevor das Werkzeug etwas ausgibt.
Lassen sich die Ergebnisse exportieren?
Ja — als PDF für die Crew, als CSV für nachgelagerte Systeme und über die API für alles Automatisierte. Der Plan bleibt dabei die Quelle; die Exporte sind Ansichten davon.