Farbkorrektur
Die Farbkorrektur bringt jede Einstellung auf einen technisch korrekten, neutralen Ausgangspunkt.
Worum es geht
Der erste Durchgang hat keinen gestalterischen Ehrgeiz. Colorists setzen Schwarz- und Weißpunkt, korrigieren einen Farbstich aus Mischlicht, heben eine unterbelichtete Einstellung an und prüfen, ob die Pegel im zulässigen Bereich bleiben. Hier entscheiden Messgeräte, nicht der Geschmack, denn ein Monitor lügt und das Auge gewöhnt sich binnen Sekunden. Erst wenn jede Einstellung auf sauberer, neutraler Basis sitzt, ergibt die gestalterische Stufe Sinn — ein Look auf unausgeglichenem Bild verstärkt die geerbten Fehler, statt sie zu verdecken.
Der Begriff hilft nur, wenn alle am Set dasselbe darunter verstehen — deshalb steht hier der Gebrauch und nicht die Lexikondefinition.
Was hier anders läuft
Die Punkte, an denen sich das von anderen Fällen unterscheidet:
- Nach Messgeräten beurteilen, nicht nach Augenmaß — der Monitor lügt und das Auge gewöhnt sich
- Belichtung und Weißabgleich Einstellung für Einstellung korrigieren, bevor ein Look kommt
- Prüfen, dass die Pegel für die Zielplattform zulässig bleiben, besonders bei Broadcast
Mit TillyGen
Weil TillyGen die Auslieferungsvorgabe am Projekt hält, sind die technischen Grenzen der Korrektur bekannt, bevor die Session beginnt.
Ändert sich eine Randbedingung, wandern die Folgen durch den ganzen Plan: betroffene Einstellungen werden markiert, die Disposition wird neu erzeugt, und niemand arbeitet weiter mit einer Fassung von gestern.
Häufige Fragen
Ist Farbkorrektur dasselbe wie Grading?
Nein. Die Korrektur macht das Bild technisch richtig und neutral, das Grading gibt ihm danach einen bewussten Look. Ohne Korrektur wird das Grading unberechenbar.
Wie lange dauert die Einarbeitung in TillyGen?
Ein erstes Projekt lässt sich in unter einer Stunde anlegen. Es gibt keine Einrichtungsphase, in der erst Vorlagen und Felder konfiguriert werden müssen, bevor das Werkzeug etwas ausgibt.
Lassen sich die Ergebnisse exportieren?
Ja — als PDF für die Crew, als CSV für nachgelagerte Systeme und über die API für alles Automatisierte. Der Plan bleibt dabei die Quelle; die Exporte sind Ansichten davon.