Bauchbinde

Eine Bauchbinde ist eine Texteinblendung im unteren Bildbereich, die eine sprechende Person benennt.

Worum es geht

Sie ist das am stärksten standardisierte Grafikelement im Sachvideo, und genau darin liegt ihr Wert: Das Publikum weiß, wo es hinschauen muss, und liest sie mühelos. Die übliche Konvention setzt sie ein bis zwei Sekunden nach Sprechbeginn ein, damit zuerst das Gesicht wirkt. Die Kadrage entscheidet schon beim Dreh mit, denn wer zu tief im Bild sitzt, lässt keinen Platz für die Grafik. Bei erneutem Auftritt folgt eine zweite, kürzere Einblendung meist nur, wenn seit dem ersten viel Zeit vergangen ist.

Der Begriff hilft nur, wenn alle am Set dasselbe darunter verstehen — deshalb steht hier der Gebrauch und nicht die Lexikondefinition.

Was hier anders läuft

Konkret heißt das in der Planung:

  • Ein bis zwei Sekunden nach Sprechbeginn einblenden, nicht auf dem ersten Bild
  • Beim Dreh Platz in der Kadrage lassen; wer zu tief sitzt, kollidiert mit der Grafik
  • Eine Vorlage für den ganzen Film behalten — wechselnde Stile wirken unsauber

Mit TillyGen

In der Planung mit TillyGen erfasste Namen und Funktionen erreichen den Schnitt als Text, statt am Vorabend aus dem Gedächtnis getippt zu werden.

Ändert sich eine Randbedingung, wandern die Folgen durch den ganzen Plan: betroffene Einstellungen werden markiert, die Disposition wird neu erzeugt, und niemand arbeitet weiter mit einer Fassung von gestern.

Häufige Fragen

Sollte eine Bauchbinde später erneut erscheinen?

Nur nach längerer Abwesenheit oder in einem neuen Kapitel. Sie alle paar Minuten zu wiederholen hält das Publikum für vergesslich und füllt das Bild zu.

Wie lange dauert die Einarbeitung in TillyGen?

Ein erstes Projekt lässt sich in unter einer Stunde anlegen. Es gibt keine Einrichtungsphase, in der erst Vorlagen und Felder konfiguriert werden müssen, bevor das Werkzeug etwas ausgibt.

Lassen sich die Ergebnisse exportieren?

Ja — als PDF für die Crew, als CSV für nachgelagerte Systeme und über die API für alles Automatisierte. Der Plan bleibt dabei die Quelle; die Exporte sind Ansichten davon.