Seitenverhältnis

Das Seitenverhältnis beschreibt das Verhältnis zwischen Breite und Höhe des Bildes.

Worum es geht

Das Verhältnis ist eine Kompositionsentscheidung, keine Exporteinstellung. Ein breites Bild lädt zwei Personen in eine Einstellung und lässt Landschaft als Raum wirken; ein hochkantes zwingt den Blick auf ein Gesicht und lässt daneben kaum etwas übrig. Projekte, die beide Formate brauchen, müssen vor dem Dreh entscheiden, ob mit Beschnittreserve kadriert oder die Hochkantfassung separat gedreht wird. Das zweite Format erst nach dem Dreh zu entdecken bedeutet meist, jede Einstellung neu zu kadrieren und dabei Komposition zu verlieren.

Der Begriff hilft nur, wenn alle am Set dasselbe darunter verstehen — deshalb steht hier der Gebrauch und nicht die Lexikondefinition.

Was hier anders läuft

Die Punkte, an denen sich das von anderen Fällen unterscheidet:

  • Das Verhältnis vor dem Dreh festlegen; es ändert Auflösung, Objektivwahl und Personenpositionen
  • Wird eine Hochkantfassung gebraucht, am Set einplanen statt später alles zu beschneiden
  • Mit Beschnittreserve zu drehen kostet Präzision in der Kadrage — ein Kompromiss, keine Gratisoption

Mit TillyGen

Nennen die Deliverables in TillyGen neben der Hauptfassung eine Hochkantversion, erfährt die Kamera davon in der Planung statt hinterher.

Ändert sich eine Randbedingung, wandern die Folgen durch den ganzen Plan: betroffene Einstellungen werden markiert, die Disposition wird neu erzeugt, und niemand arbeitet weiter mit einer Fassung von gestern.

Häufige Fragen

Können wir 16:9 drehen und daraus eine Hochkantfassung machen?

Technisch ja, auf Kosten von Auflösung und Komposition. Wo die Hochkantfassung zählt, beim Dreh bewusst dafür kadrieren.

Wie lange dauert die Einarbeitung in TillyGen?

Ein erstes Projekt lässt sich in unter einer Stunde anlegen. Es gibt keine Einrichtungsphase, in der erst Vorlagen und Felder konfiguriert werden müssen, bevor das Werkzeug etwas ausgibt.

Lassen sich die Ergebnisse exportieren?

Ja — als PDF für die Crew, als CSV für nachgelagerte Systeme und über die API für alles Automatisierte. Der Plan bleibt dabei die Quelle; die Exporte sind Ansichten davon.