Schnitttempo

Das Schnitttempo beschreibt den empfundenen Rhythmus eines Films über seine gesamte Laufzeit.

Worum es geht

Schnelles Schneiden und schnelles Tempo sind zweierlei. Eine Folge kurzer Einstellungen, die alle dasselbe sagen, wirkt lahm, während eine lange ungeschnittene Einstellung mit wachsender Spannung schnell wirkt. Das Gefühl entsteht aus der Rate, mit der neue Information eintrifft — ein neues Gesicht, ein neuer Ort, ein neues Argument. Deshalb arbeitet der Schnitt mit Kontrast und setzt einen ruhigen Moment nach einen dichten, damit die nächste Beschleunigung wirkt. Tempoprobleme im Schnitt sind fast immer verkleidete Strukturprobleme.

Der Begriff hilft nur, wenn alle am Set dasselbe darunter verstehen — deshalb steht hier der Gebrauch und nicht die Lexikondefinition.

Was hier anders läuft

Die Punkte, an denen sich das von anderen Fällen unterscheidet:

  • Die Informationsdichte treibt das Gefühl, nicht die Schnittfrequenz — Wiederholung wirkt immer zäh
  • Mit Kontrast arbeiten: Ein ruhiger Moment vor der Beschleunigung lässt diese wirken
  • Zieht sich ein Abschnitt, lieber Inhalt streichen als jede Einstellung um Bilder kürzen

Mit TillyGen

In TillyGen gesammelte Review-Kommentare zeigen, wo mehrere Menschen an derselben Stelle abspringen — aussagekräftiger als eine einzelne Meinung zum Tempo.

Ändert sich eine Randbedingung, wandern die Folgen durch den ganzen Plan: betroffene Einstellungen werden markiert, die Disposition wird neu erzeugt, und niemand arbeitet weiter mit einer Fassung von gestern.

Häufige Fragen

Unser Film wirkt zu lang — schneller schneiden?

Meist nicht. Nach wiederholter Information suchen und ganze Passagen streichen. Überall Bilder abzuschneiden ändert selten, wie lang sich ein Stück anfühlt.

Wie lange dauert die Einarbeitung in TillyGen?

Ein erstes Projekt lässt sich in unter einer Stunde anlegen. Es gibt keine Einrichtungsphase, in der erst Vorlagen und Felder konfiguriert werden müssen, bevor das Werkzeug etwas ausgibt.

Lassen sich die Ergebnisse exportieren?

Ja — als PDF für die Crew, als CSV für nachgelagerte Systeme und über die API für alles Automatisierte. Der Plan bleibt dabei die Quelle; die Exporte sind Ansichten davon.