Spitzlicht
Das Spitzlicht ist eine Quelle hinter dem Motiv, die dessen Konturen zeichnet und es vom Hintergrund trennt.
Worum es geht
Das Spitzlicht löst ein Tiefenproblem. Die Kamera flacht einen Raum ab — ein dunkelhaariger Mensch vor dunkler Wand verschmilzt mit ihr; eine Kante an Haar und Schulter holt ihn wieder nach vorn. Anders als das Führungslicht trägt es nichts zur Gesichtsbelichtung bei, und anders als die Aufhellung hebt es keine Schatten an: Es zieht eine Linie. Der Gaffer muss es aus dem Objektiv halten, meist mit Fahne oder Kompendiumblende, und der Pegel wird nach Augenmaß beurteilt, nicht am Gesicht gemessen.
Der Begriff hilft nur, wenn alle am Set dasselbe darunter verstehen — deshalb steht hier der Gebrauch und nicht die Lexikondefinition.
Was hier anders läuft
Konkret heißt das in der Planung:
- Direkt hinter dem Motiv wird es zur reinen Kante; um drei Viertel versetzt modelliert es zusätzlich die Wange.
- Spitzlicht braucht fast immer eine Fahne, denn eine zur Kamera gerichtete Quelle verschleiert das ganze Bild.
- Blondes Haar braucht einen Bruchteil des Pegels von dunklem — dieselbe Position kann zwischen zwei Spielenden zwei Blenden auseinanderliegen.
Mit TillyGen
Die Licht-Notizen in TillyGen führen das Spitzlicht als eigene Leuchte — Stativ, Kabel und Rigging-Minuten tauchen in der Umbauzeit des Tages auf.
Ändert sich eine Randbedingung, wandern die Folgen durch den ganzen Plan: betroffene Einstellungen werden markiert, die Disposition wird neu erzeugt, und niemand arbeitet weiter mit einer Fassung von gestern.
Häufige Fragen
Braucht es immer ein Spitzlicht?
Nein. Es ist Konvention, kein Gesetz, und naturalistische Arbeit verzichtet oft darauf. Trennung entsteht auch über einen helleren Hintergrund oder offenere Blende.
Wie lange dauert die Einarbeitung in TillyGen?
Ein erstes Projekt lässt sich in unter einer Stunde anlegen. Es gibt keine Einrichtungsphase, in der erst Vorlagen und Felder konfiguriert werden müssen, bevor das Werkzeug etwas ausgibt.
Lassen sich die Ergebnisse exportieren?
Ja — als PDF für die Crew, als CSV für nachgelagerte Systeme und über die API für alles Automatisierte. Der Plan bleibt dabei die Quelle; die Exporte sind Ansichten davon.