Verschlusszeit
Die Verschlusszeit ist die Dauer, für die jedes Einzelbild Licht sieht, angegeben in Sekundenbruchteilen.
Worum es geht
Fotografen nutzen die Verschlusszeit frei; Filmcrews können das nicht, denn die Belichtungszeit jedes Frames malt zugleich seine Bewegungsunschärfe — und die muss über Schnitte konsistent bleiben. Bei 24 fps ist 1/48 Sekunde die praktische Konvention, der Video-Ausdruck des 180-Grad-Shutters. Abgewichen wird bewusst: kürzer für harte, stakkatohafte Action, länger für traumartiges Verwischen. Die Verschlusszeit ist außerdem der Flimmer-Hebel — gegen Monitore, HMI an instabilem Strom oder LED-Wände hilft oft ein leicht verschobener Shutter statt eines Lampentauschs.
Der Begriff hilft nur, wenn alle am Set dasselbe darunter verstehen — deshalb steht hier der Gebrauch und nicht die Lexikondefinition.
Was hier anders läuft
Konkret heißt das in der Planung:
- Die Gewohnheit 1/(2x Bildrate) ist eine Konvention für natürlich wirkende Bewegung, keine technische Pflicht.
- Ein Shot mit abweichendem Shutter liest sich im Schnitt anders — weiche pro Sequenz ab, nicht aus Versehen.
- Feine Shutter-Verstellung in Bruchteilen oder Grad ist das Standardmittel gegen Monitor- und Lampenflimmern.
Mit TillyGen
Im Produktionsplan bekommen Szenen mit Bildschirmen oder LED-Wänden eine Flicker-Notiz — Shutter-Tests laufen in der Vorbereitung statt am Drehtag.
Ändert sich eine Randbedingung, wandern die Folgen durch den ganzen Plan: betroffene Einstellungen werden markiert, die Disposition wird neu erzeugt, und niemand arbeitet weiter mit einer Fassung von gestern.
Häufige Fragen
Warum 1/48 Sekunde bei 24 fps?
Sie spiegelt den 180-Grad-Shutter der Filmzeit: die halbe Frame-Dauer belichtet. Die entstehende Bewegungsunschärfe hat ein Jahrhundert Kino dem Publikum als natürlich antrainiert.
Wie lange dauert die Einarbeitung in TillyGen?
Ein erstes Projekt lässt sich in unter einer Stunde anlegen. Es gibt keine Einrichtungsphase, in der erst Vorlagen und Felder konfiguriert werden müssen, bevor das Werkzeug etwas ausgibt.
Lassen sich die Ergebnisse exportieren?
Ja — als PDF für die Crew, als CSV für nachgelagerte Systeme und über die API für alles Automatisierte. Der Plan bleibt dabei die Quelle; die Exporte sind Ansichten davon.