Zebra

Zebra ist eine Sucher-Überlagerung, die Bildbereiche oberhalb einer selbst gewählten Helligkeitsschwelle mit laufenden Diagonalstreifen markiert.

Worum es geht

Zebra beantwortet genau eine Frage — liegt diese Fläche über meiner Schwelle, ja oder nein — und genau diese Enge ist sein Wert. Es sitzt im Sucher, der Operator behält es also bei einem bewegten Shot im Blick, wo ein Skop auf dem DIT-Wagen außer Reichweite ist. Zwei Einstellungen dominieren: eine nahe am Clipping als Lichteralarm, eine auf Hauttonhöhe, damit der Operator das Gesicht richtig liegen sieht. Doku- und Ein-Kamera-Teams verlassen sich am meisten darauf, weil niemand daneben steht und ein Waveform für sie liest.

Der Begriff hilft nur, wenn alle am Set dasselbe darunter verstehen — deshalb steht hier der Gebrauch und nicht die Lexikondefinition.

Was hier anders läuft

Die Punkte, an denen sich das von anderen Fällen unterscheidet:

  • Zebra ist eine Ja-Nein-Schwelle; False Color bildet dagegen alle Helligkeitsstufen des Bildes gleichzeitig ab.
  • Auf etwa 95 bis 100 Prozent gesetzt warnt es vor Clipping, um die 70 zeigt es die Lage beleuchteter Haut.
  • Bei Log-Aufzeichnung liegt die Clipping-Grenze nicht bei 100 Prozent — die Zebra-Schwelle muss zur Kurve passen.

Mit TillyGen

Die TillyGen-Equipmentliste trennt Handkamera- und Monitor-Setups — im Plan ist sichtbar, welche Shots auf Sucherwerkzeuge statt auf den Wagen angewiesen sind.

Ändert sich eine Randbedingung, wandern die Folgen durch den ganzen Plan: betroffene Einstellungen werden markiert, die Disposition wird neu erzeugt, und niemand arbeitet weiter mit einer Fassung von gestern.

Häufige Fragen

Welche Zebra-Schwelle stellt man ein?

Zwei, wenn die Kamera es erlaubt: eine an der Clipping-Kante für die Lichter, eine auf Hauttonhöhe. Mit nur einer musst du dich für ein Risiko entscheiden.

Wie lange dauert die Einarbeitung in TillyGen?

Ein erstes Projekt lässt sich in unter einer Stunde anlegen. Es gibt keine Einrichtungsphase, in der erst Vorlagen und Felder konfiguriert werden müssen, bevor das Werkzeug etwas ausgibt.

Lassen sich die Ergebnisse exportieren?

Ja — als PDF für die Crew, als CSV für nachgelagerte Systeme und über die API für alles Automatisierte. Der Plan bleibt dabei die Quelle; die Exporte sind Ansichten davon.