TillyGen und Miro

Eine Produktion beginnt unordentlich: Klebezettel, Referenzbilder, halbe Sätze aus einem Kickoff-Call. Miro ist für diese Unordnung gebaut — und in TillyGen wird die Unordnung zum Briefing destilliert.

Worum es geht

Miro ist ein endloses Whiteboard: Klebezettel, Frames, hochgeladene Bilder und PDFs, mehrere Cursor gleichzeitig. Agenturen fahren ihre Kickoff-Workshops darauf — der Kunde kippt Wünsche ab, Referenzen werden gepinnt, Themen live geclustert. Dieses Board ist Vor-Preproduktion: Es enthält alles, was ein Film sein könnte. Der Workflow mit TillyGen ist ein Destillationsakt: Das geclusterte Board wird zum geschriebenen Briefing, das Briefing geht in TillyGen ein, und TillyGen macht daraus Shotlist, Storyboard und Drehplan. Das Plan-PDF kehrt dann aufs Board zurück, gepinnt neben die ursprünglichen Zettel — der Kreis von Idee zu Verbindlichkeit, sichtbar auf einer Fläche.

Eine Integration ist dann gut, wenn niemand mehr über sie spricht: Die Daten liegen dort, wo sie gebraucht werden, ohne dass jemand exportiert.

Was hier anders läuft

Konkret heißt das in der Planung:

  • Das Workshop-Board sammelt alles ungefiltert; das Clustern am Ende markiert, was ins Briefing überlebt und was Zettel bleibt
  • Der destillierte Briefing-Text wird einmal geschrieben, neben dem Board, und wird zum Input, aus dem TillyGen plant
  • Das exportierte Plan-PDF wird zurück aufs Board geladen — der Kunde sieht Wunsch und Konsequenz nebeneinander
  • Im nächsten Call beantwortet das Board „warum ist das nicht im Film“ — weil es im gestrichenen Cluster blieb

Schritt für Schritt

In dieser Reihenfolge geht es am schnellsten:

  1. Fahre den Kickoff auf einem Miro-Board: Wünsche, Referenzen und Rahmenbedingungen sammeln, ohne zu urteilen, mehrere Leute schreiben gleichzeitig.
  2. Clustere am Ende der Session und entscheide live, welche Cluster in den Film eingehen — der Kunde sieht den Schnitt passieren und trägt ihn mit.
  3. Schreibe das Briefing aus den überlebenden Clustern als einen Text und gib ihn als Planungsinput in TillyGen.
  4. Lass TillyGen Shotlist, Storyboard und Drehplan erzeugen, und lade das exportierte Plan-PDF zurück aufs Board neben die Zettel.
  5. Führe den Kunden im Folgetermin über dieses Board: Dieser Wunsch wurde diese Shots, jener wurde hier gestrichen — von uns, gemeinsam.

Typische Stolperstellen

Was in der Praxis am häufigsten schiefgeht:

  • Das Board wird nie destilliert: Geplant wird aus jemandes Erinnerung an den Workshop — und verloren geht ausgerechnet die Lieblingsidee des Kunden
  • Der Plan entwickelt sich in TillyGen weiter, während das Board noch Version eins zeigt — der Kunde zitiert einen Stand, den es nicht mehr gibt

Mit TillyGen

Miro hält den Möglichkeitsraum, TillyGen die Verbindlichkeit. Das Briefing ist der Grenzübertritt dazwischen — und das zurückgepinnte Plan-PDF dokumentiert, wo die Grenze verlief.

Ändert sich eine Randbedingung, wandern die Folgen durch den ganzen Plan: betroffene Einstellungen werden markiert, die Disposition wird neu erzeugt, und niemand arbeitet weiter mit einer Fassung von gestern.

Häufige Fragen

Warum nicht direkt auf dem Miro-Board planen?

Ein Board trägt Ideen ohne Konsequenzen; ein Plan ist nichts als Konsequenzen — Shots kosten Minuten, Tage kosten Geld. Die Destillation nach TillyGen ist der Ort, wo Wünsche auf Arithmetik treffen.

Was kehrt von TillyGen aufs Board zurück?

Das exportierte Plan-PDF zu jedem Meilenstein. Es schließt den Kreis für den Kunden: links die Workshop-Zettel, rechts, was aus ihnen wurde.

Wie lange dauert die Einarbeitung in TillyGen?

Ein erstes Projekt lässt sich in unter einer Stunde anlegen. Es gibt keine Einrichtungsphase, in der erst Vorlagen und Felder konfiguriert werden müssen, bevor das Werkzeug etwas ausgibt.

Lassen sich die Ergebnisse exportieren?

Ja — als PDF für die Crew, als CSV für nachgelagerte Systeme und über die API für alles Automatisierte. Der Plan bleibt dabei die Quelle; die Exporte sind Ansichten davon.