TillyGen vs. Yamdu

Produktionsmanagement-Plattform mit ausgeprägten Drehplanungs-, Crew- und Abteilungs-Workflows, in europäischem TV und Film verbreitet. Diese Seite ordnet ein, wofür Yamdu gebaut ist und wofür TillyGen — ohne Behauptungen über Funktionen, die wir nicht belegen können.

Wofür Yamdu gemacht ist

Produktionsmanagement-Plattform mit ausgeprägten Drehplanungs-, Crew- und Abteilungs-Workflows, in europäischem TV und Film verbreitet.

Längere Produktionen mit vielen Gewerken und eigenem Produktionsbüro.

Produktionsmanagement-Systeme wollen die eine Wahrheit für die ganze Crew sein. Das funktioniert, solange alle Gewerke tatsächlich darin arbeiten — und kippt, sobald Regie und Kamera parallel eine eigene Tabelle führen. Vor der Auswahl lohnt deshalb die Frage, wer im Team das System täglich öffnet und wer nur ein PDF daraus bekommt.

Stärken von Yamdu

Ein Vergleich, der nur die eigenen Vorzüge auflistet, ist keiner. Das spricht für Yamdu:

  • Gewerkeorientierte Workflows für größere Crews
  • Ausgeprägte Drehplanung für mehrwöchige Produktionen
  • Etabliert in europäischer TV- und Filmproduktion

Wo die Grenzen liegen

Und das sind die Stellen, an denen Teams in der Praxis an Grenzen stoßen — nicht als Mangel, sondern als Folge des Zuschnitts:

  • Die Gewerkestruktur ist bei einem zweitägigen Werbedreh Overhead
  • Der Einrichtungsaufwand setzt ein Produktionsbüro voraus, das ihn pflegt

Wo TillyGen anders ansetzt

TillyGen ist auf den Weg vom Briefing zur drehfertigen Planung bei Werbung und Branded Content ausgelegt, nicht auf Gewerke-Verwaltung im Langformat.

TillyGen erzeugt aus einem Briefing eine drehfertige Planung: Shotlist, Storyboard, Drehplan und Disposition, die miteinander verbunden bleiben. Ändert sich die kreative Richtung, werden die betroffenen Einstellungen markiert statt still stehenzubleiben.

Welches Werkzeug wann

Kurz: Längere Produktionen mit vielen Gewerken und eigenem Produktionsbüro. Wenn der Engpass dagegen darin liegt, aus einem Briefing überhaupt erst eine belastbare Planung zu machen, ist das der Punkt, an dem TillyGen ansetzt.

Die nützlichste Frage vor einem Wechsel ist nicht, welches Werkzeug mehr kann, sondern an welcher Stelle der Prozess heute hängt. Drei Engpässe kommen in Produktionsteams immer wieder vor, und sie verlangen unterschiedliche Werkzeuge:

  • Die Planung entsteht zu langsam: zwischen Briefing und drehfertiger Shotlist vergehen Tage, in denen der Kunde schon nachfragt.
  • Die Unterlagen driften auseinander: Shotlist, Drehplan und Disposition liegen in drei Dateien, und nach der zweiten Änderung stimmt keine mehr mit den anderen überein.
  • Die Verteilung frisst Zeit: der Plan steht, aber jede Fassung muss manuell an zwanzig Leute geschickt und nachgehalten werden.

Worauf bei einem Wechsel zu achten ist

Am besten über einen kompletten Produktionszyklus zu bewerten, nicht über einen einzelnen Drehtag.

Ein Werkzeugwechsel mitten in einer laufenden Produktion ist fast immer teurer als der Nutzen im selben Projekt. Sinnvoll ist der Umstieg zwischen zwei Jobs, mit einem Testprojekt, das klein genug ist, um es notfalls doppelt zu führen. Prüfe vorher, ob die Exportformate zu dem passen, was Postproduktion und Buchhaltung erwarten — an dieser Stelle scheitern Umstellungen häufiger als an den Funktionen selbst.

Häufige Fragen

Ist TillyGen ein Ersatz für Yamdu?

Das hängt davon ab, wofür du Yamdu einsetzt. TillyGen ist auf den Weg vom Briefing zur drehfertigen Planung bei Werbung und Branded Content ausgelegt, nicht auf Gewerke-Verwaltung im Langformat.

Lassen sich beide parallel nutzen?

In der Regel ja. TillyGen exportiert Shotlist und Drehplan als PDF, CSV und über die API, sodass nachgelagerte Systeme weiterarbeiten können.