Crowdfunding-Video
Unterstützer kaufen etwas, das es noch nicht gibt — der eigentliche Job des Films ist der Beweis, dass es das geben wird.
Worum es geht
Ein Crowdfunding-Video steht oben auf der Kampagnenseite und erledigt drei Aufgaben nacheinander: das Problem spürbar machen, das Ding funktionierend zeigen und mit einem klaren Grund um Geld bitten. Das Publikum ist konsumnah, emotional und vergleicht Dutzende Projekte — das trennt es vom Investorenvideo mit seiner fachlichen Prüfung und Finanzsprache. Die Produktion ist klein, hängt aber ungewöhnlich stark an Hardware: Gedreht werden kann erst, wenn ein Prototyp fertig genug aussieht und zuverlässig genug läuft, um vorgeführt zu werden. Weil der Kampagnenstart ein veröffentlichtes Datum ist, hat der Plan am Ende kaum Luft.
Das Format entscheidet über Umfang, Crew und Zeitrahmen — und zwar bevor das erste Motiv besichtigt ist.
Was hier anders läuft
Konkret heißt das in der Planung:
- Der Zustand des Prototyps setzt den Drehtermin — der Plan verfolgt Hardware-Meilensteine genauso wie Crew-Verfügbarkeit
- Die Demo muss eine einzige glaubhafte Handlung sein, denn Wegschneiden eines Fehlversuchs ist genau das, worauf skeptische Unterstützer achten
- Das Team steht bewusst vor der Kamera: Finanziert werden Menschen, denen man Lieferung zutraut, nicht ein gesichtsloser Produktfilm
- Rewards, Stretch Goals und der Ask gehören in die Skriptstruktur, nicht als Anhängsel ans Ende des Schnitts
Was der Plan liefern muss
Ein Produktionsplan ist für dieses Gewerk dann brauchbar, wenn er das hier hergibt:
- Einen bestätigten Prototyp-Termin plus Rückfallplan, falls das Gerät nicht rechtzeitig vorzeigbar ist
- Ein Skript nach Problem, Beweis, Menschen, Ask — mit der Demo als einer ununterbrochenen Handlung geschrieben
- Einen Plan, der den Schnitt vor dem Starttermin beendet, inklusive der Seitenbilder aus demselben Material
Typische Stolperstellen
Was in der Praxis am häufigsten schiefgeht:
- Ein Mock-up filmen und Funktion suggerieren — spätestens beim Vergleich mit dem gelieferten Produkt liest sich das als Täuschung
- Den Dreh vor dem stabilen Prototyp buchen und dann den Tag damit verbringen, auf zwei Durchläufe hintereinander zu warten
- Mit einer Montage statt mit einem Ask enden, sodass überzeugte Zuschauer nie erfahren, was sie tun sollen
Mit TillyGen
TillyGen koppelt den Crowdfunding-Dreh an die Hardware-Meilensteine und plant rückwärts vom Starttermin — die Demo als eine durchgehende, belegbare Handlung.
Ändert sich eine Randbedingung, wandern die Folgen durch den ganzen Plan: betroffene Einstellungen werden markiert, die Disposition wird neu erzeugt, und niemand arbeitet weiter mit einer Fassung von gestern.
Häufige Fragen
Wie lang sollte ein Kampagnenvideo sein?
Lang genug für Problem, Beweis und Ask — nicht länger. Entschieden wird meist während der Demo, alles danach sollte zügig zum Aufruf führen.
Was, wenn der Prototyp nicht fertig ist?
Dann planst du um das, was wirklich läuft, und benennst, was noch in Entwicklung ist. Eine ehrlich gezeigte Teilfunktion hält der Prüfung stand, ein vorgetäuschtes Fertigprodukt nicht.
Wie lange dauert die Einarbeitung in TillyGen?
Ein erstes Projekt lässt sich in unter einer Stunde anlegen. Es gibt keine Einrichtungsphase, in der erst Vorlagen und Felder konfiguriert werden müssen, bevor das Werkzeug etwas ausgibt.
Lassen sich die Ergebnisse exportieren?
Ja — als PDF für die Crew, als CSV für nachgelagerte Systeme und über die API für alles Automatisierte. Der Plan bleibt dabei die Quelle; die Exporte sind Ansichten davon.