Teaser

Die schwerste Planungsfrage beim Teaser ist nicht, was du drehst, sondern was das Publikum nicht herausfinden darf.

Worum es geht

Ein Teaser läuft vor einem Launch, einer Premiere oder einer Ankündigung und lebt von Abwesenheit: ein Geräusch, eine Silhouette, ein Datum. Er soll eine Frage erzeugen — sein Inhalt wird also ebenso von einer Ausschlussliste bestimmt wie von einer Shotlist. Anders als der Trailer, der ein fertiges Werk vertritt und dessen Form zeigt, existiert der Teaser meist, bevor es überhaupt etwas zu vertreten gibt: Mal ist das Produkt nicht final, mal wird der Film noch gedreht. Die Produktion ist kurz, aber verschwiegen: kompakte Crew, kontrollierte Location, Verschwiegenheitserklärungen für alle am Set und ein Umgang mit dem Material, der es von geteilten Laufwerken fernhält.

Das Format entscheidet über Umfang, Crew und Zeitrahmen — und zwar bevor das erste Motiv besichtigt ist.

Was hier anders läuft

Konkret heißt das in der Planung:

  • Der Plan beginnt mit einer schriftlichen Ausschlussliste: welches Detail, Logo, welche Silhouette oder Stimme in keinem Bild erkennbar sein darf
  • Vertraulichkeit ist eine Produktionsbedingung — Crewgröße, Locationwahl und Dateihandling folgen der Sperrfrist, nicht dem Budget
  • Oft trägt der Ton mehr als das Bild: Die Audio-Idee gehört in die Vorbereitung, nicht in die Mischung
  • Wird der Teaser aus einem größeren Dreh geschnitten, bekommt er eigene Setups — seine Kadrage versteckt, was der Hauptfilm zeigt
  • Das Veröffentlichungsdatum hängt an einem Ankündigungsmoment: Die Lieferung hat hinter dem Dreh keinen Spielraum

Was der Plan liefern muss

Ein Produktionsplan ist für dieses Gewerk dann brauchbar, wenn er das hier hergibt:

  • Eine schriftliche Liste dessen, was unkenntlich bleiben muss, abgestimmt mit den Verantwortlichen des Launches
  • Unterschriebene Verschwiegenheitserklärungen für Crew und Mitwirkende, dazu einen definierten Weg für die Dateien
  • Eine eigene Shotlist für teaser-spezifische Kadragen, auch wenn sie sich einen Tag mit dem Hauptdreh teilt

Typische Stolperstellen

Was in der Praxis am häufigsten schiefgeht:

  • So viel verstecken, dass nichts hängen bleibt — ein Teaser ohne einen konkreten Haken hinterlässt keine Frage, nur Verwirrung
  • Teaser-Bilder als Nachgedanke am Ende eines langen Tages drehen, wenn Crew und Licht durch sind
  • Die Datei vor Ablauf der Sperrfrist kreisen lassen und die Kampagne beenden, bevor sie beginnt

Mit TillyGen

TillyGen plant den Teaser von der Ausschlussliste her: Was verborgen bleiben muss, formt Shotlist, Crewgröße und die Vertraulichkeitsschritte im Ablauf.

Ändert sich eine Randbedingung, wandern die Folgen durch den ganzen Plan: betroffene Einstellungen werden markiert, die Disposition wird neu erzeugt, und niemand arbeitet weiter mit einer Fassung von gestern.

Häufige Fragen

Was unterscheidet Teaser und Trailer?

Ein Teaser hält zurück und erscheint meist, bevor die Sache öffentlich existiert. Ein Trailer vertritt etwas Fertiges und zeigt genug Form, damit man sich entscheiden kann.

Lässt sich ein Teaser aus vorhandenem Material schneiden?

Manchmal, wenn die Kadrage wirklich verbirgt, was verborgen bleiben soll. Sonst braucht er eigene Setups — Verstecken ist eine Kamera-Entscheidung, keine Schnitt-Entscheidung.

Wie lange dauert die Einarbeitung in TillyGen?

Ein erstes Projekt lässt sich in unter einer Stunde anlegen. Es gibt keine Einrichtungsphase, in der erst Vorlagen und Felder konfiguriert werden müssen, bevor das Werkzeug etwas ausgibt.

Lassen sich die Ergebnisse exportieren?

Ja — als PDF für die Crew, als CSV für nachgelagerte Systeme und über die API für alles Automatisierte. Der Plan bleibt dabei die Quelle; die Exporte sind Ansichten davon.