Immobilienvideo

Die Raumreihenfolge ist keine kreative Entscheidung — sie ergibt sich aus der Fensterausrichtung und daraus, wer dort noch wohnt.

Worum es geht

Ein Immobilienvideo ersetzt den ersten Besichtigungstermin: Es zeigt Grundriss, Licht und Zustand, damit Menschen entscheiden können, ob sie hinfahren. Sein Nutzen hängt an räumlicher Ehrlichkeit — starke Weitwinkelverzerrung und geschickte Winkel arbeiten am Ende gegen den Verkauf. Zwei Bedingungen prägen den Plan. Tageslicht wandert, also hat jeder Raum ein Zeitfenster, in dem er nach sich selbst aussieht. Und die meisten Objekte sind bewohnt: Das begrenzt den Zugang, verlangt Aufräumen und wirft Fragen zu persönlichen Gegenständen und Nachbarn auf. Der Dreh ist kurz, oft ein halber Tag pro Objekt — der Liefertermin dagegen eng, weil Exposés schnell online gehen.

Das Format entscheidet über Umfang, Crew und Zeitrahmen — und zwar bevor das erste Motiv besichtigt ist.

Was hier anders läuft

Die Punkte, an denen sich das von anderen Fällen unterscheidet:

  • Die Raumreihenfolge folgt der Fensterausrichtung: Ostzimmer morgens, Westzimmer nachmittags, der dunkelste Raum beim höchsten Sonnenstand
  • Bewohnte Objekte brauchen einen vorab vereinbarten Durchgang zum Aufräumen und Entpersonalisieren — Familienfotos am Drehtag abzuhängen kostet eine ungeplante Stunde
  • Nachbarfenster, Hausnummern und parkende Autos landen in den Außenaufnahmen und müssen aus Datenschutzgründen oft vermieden oder ausgeschlossen werden
  • Der Rundgang muss den Grundriss lesbar machen: Übergänge zwischen Räumen werden als verbindende Bewegungen geplant, nicht beliebig zusammengeschnitten

Was der Plan liefern muss

Ein Produktionsplan ist für dieses Gewerk dann brauchbar, wenn er das hier hergibt:

  • Einen Plan Raum für Raum, abgestimmt auf Fensterausrichtung und die Stunden, in denen das Objekt zugänglich ist
  • Eine schriftliche Absprache mit Eigentümern oder Mietern über Aufräumen, sichtbare Gegenstände und Anwesenheit
  • Einen Liefertermin am Exposé-Start, inklusive vertikaler Fassung für Portale und Social

Typische Stolperstellen

Was in der Praxis am häufigsten schiefgeht:

  • Die ganze Wohnung mittags in einem Durchgang drehen — die halben Räume sind flach, die anderen an den Fenstern ausgefressen
  • In einem bewohnten Zuhause drehen, ohne zu klären, was zu sehen sein darf, und nach einer Beschwerde Bilder entfernen müssen
  • Räume größer wirken lassen, als sie sind — das erzeugt enttäuschte Besichtigungen statt Angebote

Mit TillyGen

TillyGen ordnet den Objektdreh nach Fensterausrichtung und Zugangszeiten und legt Aufräum-Absprache und Exposé-Termin in denselben Plan wie die Shotlist.

Ändert sich eine Randbedingung, wandern die Folgen durch den ganzen Plan: betroffene Einstellungen werden markiert, die Disposition wird neu erzeugt, und niemand arbeitet weiter mit einer Fassung von gestern.

Häufige Fragen

Wie lange dauert ein Immobilienvideo?

Ein halber Tag reicht für die meisten Wohnungen, wenn die Räume beim Eintreffen fertig sind. Größere Objekte brauchen einen ganzen Tag, weil das Licht erst um das Haus wandern muss.

Lohnen sich Drohnenbilder immer?

Sie helfen, wenn Grundstück, Umgebung oder Dach zählen, und bringen bei einer Etagenwohnung nichts. Sie brauchen außerdem eine Genehmigung — also vorher entscheiden, nicht am Drehtag.

Wie lange dauert die Einarbeitung in TillyGen?

Ein erstes Projekt lässt sich in unter einer Stunde anlegen. Es gibt keine Einrichtungsphase, in der erst Vorlagen und Felder konfiguriert werden müssen, bevor das Werkzeug etwas ausgibt.

Lassen sich die Ergebnisse exportieren?

Ja — als PDF für die Crew, als CSV für nachgelagerte Systeme und über die API für alles Automatisierte. Der Plan bleibt dabei die Quelle; die Exporte sind Ansichten davon.