Messevideo
Messevideo sind eigentlich zwei Jobs in einem Plan: Filme für den Stand vor der Messe — und Filme auf der Messe über sie.
Worum es geht
Trenn zuerst die beiden Arbeitsstränge. Der Standloop — stumm, textgetragen, endlos wiederholt auf den Bildschirmen des Stands — entsteht Wochen vorher und folgt Display-Logik: aus Metern lesbar, ohne Ton verständlich, geschnitten, um die hundertste Wiederholung zu überstehen. Die Vor-Ort-Coverage — Standgespräche, Produktdemos im Einsatz, schnelle Besucherstimmen — wird während der Messe gedreht, unter ihren Bedingungen: Hallenordnung, Akkreditierungs- und Genehmigungspflichten, dichte Besucherströme, Wettbewerber in jedem Hintergrund. Beide Stränge sind für sich kleine Produktionen; der Planungswert liegt darin, sie zu koordinieren — damit das Vor-Ort-Material auch den Loop des nächsten Jahres erneuert.
Das Format entscheidet über Umfang, Crew und Zeitrahmen — und zwar bevor das erste Motiv besichtigt ist.
Was hier anders läuft
Konkret heißt das in der Planung:
- Der Standloop wird für seinen Bildschirm entworfen: Betrachtungsabstand, Pixelabstand und Sichtachsen entscheiden Textgröße und Shotlänge vor jeder kreativen Wahl
- Drehen in den Hallen verlangt Freigabe-Hausaufgaben — Presseregeln des Veranstalters, Genehmigungen jenseits des eigenen Stands und Vorsicht mit Besuchern und Wettbewerber-Logos im Bild
- Der Besucherrhythmus formt den Vor-Ort-Plan: Beauty-Shots in der leeren Halle vor Öffnung, voller Stand zur Spitzenzeit, Interviews im ruhigen frühen Nachmittag
- Besucherstimmen brauchen einen Mikro-Einwilligungs-Workflow: eine kurze Freigabe, sofort eingeholt — sonst ist das beste Zitat der Messe unbrauchbar
Was der Plan liefern muss
Ein Produktionsplan ist für dieses Gewerk dann brauchbar, wenn er das hier hergibt:
- Zwei verzahnte Pläne: einen Loop-Produktionsplan, der vor dem Standaufbau endet, und einen Coverage-Plan für die Messetage
- Eine Genehmigungsmappe: Veranstalterregeln, Drehfreigaben und Einwilligungsformulare griffbereit auf Klemmbrett oder Handy
- Eine Shotlist entlang der Messezeiten — leere Halle, Stoßzeit, Interviewfenster
Typische Stolperstellen
Was in der Praxis am häufigsten schiefgeht:
- Einen Standloop bauen, der von Ton abhängt — in einer Halle, in der ihn niemand hört
- Den Loop nach Beginn des Standaufbaus liefern und ihn erstmals am Eröffnungsmorgen testen
- Drei Tage drehen und ohne Leere-Halle-Shot und ohne Totale des eigenen Stands zurückkommen
Mit TillyGen
TillyGen plant beide Messe-Stränge zusammen: die Produktionsdeadline des Loops und der Coverage-Plan der Messetage teilen sich eine Zeitleiste — kein Strang frisst den anderen.
Ändert sich eine Randbedingung, wandern die Folgen durch den ganzen Plan: betroffene Einstellungen werden markiert, die Disposition wird neu erzeugt, und niemand arbeitet weiter mit einer Fassung von gestern.
Häufige Fragen
Was macht einen guten Standloop aus?
Ohne Ton verständlich, vom Gang aus lesbar und so gebaut, dass jeder Einstiegspunkt funktioniert — Besucher sehen ihn nie von Anfang an. Kurze Kapitel schlagen eine lange Erzählung.
Wie viel Crew braucht die Coverage vor Ort?
Ein Zweierteam — Kamera plus Ton und Freigaben — deckt einen Stand gut ab. Eine Person reicht für Social-Clips; Interviews und Demos zur selben Zeit brauchen das zweite Paar Hände.
Wie lange dauert die Einarbeitung in TillyGen?
Ein erstes Projekt lässt sich in unter einer Stunde anlegen. Es gibt keine Einrichtungsphase, in der erst Vorlagen und Felder konfiguriert werden müssen, bevor das Werkzeug etwas ausgibt.
Lassen sich die Ergebnisse exportieren?
Ja — als PDF für die Crew, als CSV für nachgelagerte Systeme und über die API für alles Automatisierte. Der Plan bleibt dabei die Quelle; die Exporte sind Ansichten davon.