Recruiting-Video
Das Publikum eines Recruiting-Videos prüft es in der ersten Arbeitswoche nach — plane für Ehrlichkeit, denn Hochglanz fliegt auf.
Worum es geht
Bewerber schauen ein Recruiting-Video mit einer Frage: Will ich da sitzen? Die Antwort braucht echte Kollegen an echten Schreibtischen, Maschinen oder Baustellen — keine Schauspieler, kein Stock-Material. Das trennt das Format vom Imagefilm, der frei inszenieren darf, und von der Employer-Branding-Serie, die dasselbe Ziel über viele Folgen und Monate streckt. Ein einzelnes Recruiting-Video ist meist eine kleine Produktion: ein bis zwei Tage im laufenden Betrieb, eine kompakte Crew, die zwischen Schichten passt, und Gesprächspartner, deren Vorgesetzte sie für die nötigen Stunden wirklich freigestellt haben.
Das Format entscheidet über Umfang, Crew und Zeitrahmen — und zwar bevor das erste Motiv besichtigt ist.
Was hier anders läuft
Konkret heißt das in der Planung:
- Die Menschen vor der Kamera sind Mitarbeitende mit Tagesjobs: ihre Freistellung ist eine Plan-Abhängigkeit, so hart wie jede Drehgenehmigung
- Echtheit ist hier ein Produktionswert — der Plan schützt echte Momente, indem er Beobachtungszeit einplant statt nur gestellter B-Roll
- Drehen im laufenden Betrieb heißt: der Plan arbeitet um Schichtwechsel, Kundenverkehr und Sicherheitszonen herum, statt das Gebäude leerzuräumen
- Die Zielgruppe formt die Shotlist: Szenen, die eine Schweißerin überzeugen, sind andere als die, die einen Entwickler überzeugen
Was der Plan liefern muss
Ein Produktionsplan ist für dieses Gewerk dann brauchbar, wenn er das hier hergibt:
- Einen Interviewplan mit freigestellten Mitarbeitenden, Ersatznamen und einem gebuchten ruhigen Raum je Drehblock
- Einen Tagesplan, der mit Schichtplänen und Betriebszeiten abgeglichen und von den Abteilungsleitungen bestätigt ist
- Eine Shotlist, die jede Aussage über den Job mit einer Szene belegt, die sie beweist
Typische Stolperstellen
Was in der Praxis am häufigsten schiefgeht:
- HR nur Sprecher auswählen lassen — das Video klingt dann wie die Karriereseite statt wie das Team
- Das Büro am leersten Tag drehen — das widerspricht der Geschichte vom lebendigen Arbeitsplatz
- Einwilligungen und Nutzungsdauer vergessen für Mitarbeitende, die kündigen könnten, während das Video noch läuft
Mit TillyGen
TillyGen baut den Recruiting-Dreh um den Betrieb herum: Interviewblöcke, schichtbewusster Drehplan und eine belegorientierte Shotlist entstehen aus einem Briefing.
Ändert sich eine Randbedingung, wandern die Folgen durch den ganzen Plan: betroffene Einstellungen werden markiert, die Disposition wird neu erzeugt, und niemand arbeitet weiter mit einer Fassung von gestern.
Häufige Fragen
Wie viele Drehtage braucht ein Recruiting-Video?
Meist ein bis zwei. Ein Tag deckt einen Standort mit Interviews und Arbeitsplatz-Szenen ab; ein zweiter Tag kauft Beobachtungszeit — daher kommen die glaubwürdigen Momente.
Mitarbeitende oder Schauspieler vor der Kamera?
Mitarbeitende. Bewerber treffen diese Menschen im Gespräch und am ersten Tag — ein Cast, den es in der Firma nicht gibt, untergräbt den einzigen Job des Videos: Glaubwürdigkeit.
Was gehört ins Briefing?
Die Rollen, für die gesucht wird, was diese Bewerber wirklich überzeugt, welche Teams und Standorte verfügbar sind und wer die Gesprächspartner freistellt. Gehaltsversprechen bleiben draußen, sofern sie nicht verbindlich sind.
Wie lange dauert die Einarbeitung in TillyGen?
Ein erstes Projekt lässt sich in unter einer Stunde anlegen. Es gibt keine Einrichtungsphase, in der erst Vorlagen und Felder konfiguriert werden müssen, bevor das Werkzeug etwas ausgibt.
Lassen sich die Ergebnisse exportieren?
Ja — als PDF für die Crew, als CSV für nachgelagerte Systeme und über die API für alles Automatisierte. Der Plan bleibt dabei die Quelle; die Exporte sind Ansichten davon.