Moodboard-Vorlage
Ein Moodboard ist ein Argument aus Bildern. Ohne Bildunterschriften und Kategorien ist es nur ein Ordner mit Meinungen.
Worum es geht
Sechzig Bilder ohne einen Satz sind ein Bildschirmschoner. Das Board beginnt zu arbeiten, wenn jede Referenz einer Kategorie gehorcht — Licht, Farbe, Kadrage, Kostüm, Motiv, Grading — und eine Unterschrift trägt, die die eine Qualität benennt, für die sie gewählt wurde. Genau das ändert alles: Ein Foto einer Küche kann ihr Fensterlicht, ihre Farbpalette oder ihre Unordnung meinen, und drei Betrachter lesen drei verschiedene Dinge hinein, solange du nicht hinschreibst, welches du meinst. Anti-Referenzen schließen die restliche Lücke, indem sie die Grenzen markieren.
Die Vorlage ist der Ausgangspunkt, nicht das Ziel: Sobald sie zweimal von Hand ausgefüllt wurde, lohnt sich die Frage, ob das Dokument nicht aus dem Plan entstehen sollte.
Was hier anders läuft
Konkret heißt das in der Planung:
- Referenzen nach Gewerke-Kategorien gruppiert — Licht, Farbe, Kadrage, Kostüm, Motiv, Grading — damit jedes Gewerk sein eigenes Kapitel findet
- Eine Unterschrift pro Bild, die die eine gemeinte Qualität benennt, denn eine unbeschriftete Referenz bedeutet für jeden etwas anderes
- Ein Anti-Referenzen-Teil mit Looks, die der Film ausdrücklich vermeidet — das beendet Debatten schneller als zehn positive Beispiele
- Ein Einfrierdatum, ab dem das Board sich nicht mehr ändert, damit Gewerke gegen ein stillhaltendes Ziel vorbereiten
Schritt für Schritt
In dieser Reihenfolge geht es am schnellsten:
- Sammle zuerst breit — Filmstills, Fotografie, Malerei — ohne zu urteilen, bis die Richtung beginnt, sich zu wiederholen.
- Sortiere die Sammlung in die Gewerke-Kategorien und lösche Dubletten, die dasselbe mit weniger Präzision sagen.
- Reduziere jede Kategorie auf eine Handvoll Bilder, die die Frage überleben: Was genau belegt dieses eine.
- Schreib die Unterschriften, eine Absicht pro Bild — und schreib jede um, die das Wort Vibe braucht, um zu funktionieren.
- Ergänze Anti-Referenzen mit ebenso klaren Unterschriften: was ausgeschlossen wird und warum.
- Geh das Board mit Bildgestaltung und Kunde durch, löse Widersprüche zwischen Kategorien auf, frier es ein und datiere das Einfrieren.
Typische Stolperstellen
Was in der Praxis am häufigsten schiefgeht:
- Ein Board aus sechzig Bildern und null Sätzen — im Meeting bewundert, in der Vorbereitung nutzlos
- Referenzen, gedreht mit Budgets und Technik, die die Produktion nie haben wird — ein Look-Versprechen, das niemand einlösen kann
- Ein Board, das nach der Freigabe leise neue Bilder bekommt, sodass die Gewerke verschiedene Filme vorbereiten
Mit TillyGen
In TillyGen bleibt der Look nicht in einer PDF gefangen: Das Storyboard übersetzt die vereinbarte Richtung in konkrete Frames pro Shot — Stimmung und Plan hören auf, getrennte Dokumente zu sein.
Ändert sich eine Randbedingung, wandern die Folgen durch den ganzen Plan: betroffene Einstellungen werden markiert, die Disposition wird neu erzeugt, und niemand arbeitet weiter mit einer Fassung von gestern.
Häufige Fragen
Wie viele Bilder braucht ein funktionierendes Moodboard?
Weniger als gesammelt, mehr als drei pro Kategorie. Der Test ist Subtraktion: Ändert das Entfernen eines Bildes nichts an der Richtung, war es Deko. Gute Boards schrumpfen, während sie besser werden.
Filmstills oder Fotografie als Referenz?
Beides, für verschiedene Jobs. Stills tragen Licht und Kameraverhalten, die Fotografie nicht kennt; Fotografie sagt Farbe und Textur oft reiner. Beschrifte nach dem, was ein Bild belegt, dann sortiert sich die Mischung selbst.
Wie lange dauert die Einarbeitung in TillyGen?
Ein erstes Projekt lässt sich in unter einer Stunde anlegen. Es gibt keine Einrichtungsphase, in der erst Vorlagen und Felder konfiguriert werden müssen, bevor das Werkzeug etwas ausgibt.
Lassen sich die Ergebnisse exportieren?
Ja — als PDF für die Crew, als CSV für nachgelagerte Systeme und über die API für alles Automatisierte. Der Plan bleibt dabei die Quelle; die Exporte sind Ansichten davon.