Videoproduktion für die Bauwirtschaft

Eine Baustelle ist jede Woche ein anderes Motiv — gleiche Adresse, neue Geografie. Planen heißt hier: gegen ein bewegliches Ziel planen.

Worum es geht

Zugang beginnt mit der Baustelleneinweisung und voller PSA — Helm, Warnweste, Sicherheitsschuhe, oft Handschuhe und Brille — und Bauleitung oder Sicherheitskoordination entscheiden, wo eine Kamera stehen darf, während Lasten über Köpfe schwenken. Der Drehplan kämpft dann gegen zwei Uhren gleichzeitig: Bauphasen, die Motive entstehen und endgültig verschwinden lassen, und Gewerke, die sich überlappen — der ruhige Fassaden-Shot enthält eine Betonpumpe, wenn niemand den Betonierplan geprüft hat. Auf der Baustelle arbeiten viele Nachunternehmer, was das Einsammeln von Einwilligungen vervielfacht. Langzeitdoku bringt Continuity-Fragen dazu — feste Kamerapunkte, wiederholbare Kadragen, wetterähnliche Wiederholungstermine — die am Anfang entworfen werden müssen, nicht im Schnitt entdeckt.

Branchenroutine schlägt Allgemeinwissen: Wer die typischen Freigabewege und Auflagen des Feldes kennt, plant realistischer als jemand mit mehr Drehtagen, aber ohne Branchenerfahrung.

Was hier anders läuft

Konkret heißt das in der Planung:

  • Einweisung und volle PSA sind Zutrittsbedingungen — ein Crewmitglied ohne Sicherheitsschuhe bleibt am Zaun, egal, was die Dispo sagt
  • Bauphasen zerstören Motive endgültig: der offene Rohbau, den du diese Woche ausgelassen hast, steckt nächste Woche hinter der Fassade
  • Kranbetrieb und Schwenkradien definieren Sperrzonen, die sich täglich mit dem Hebeplan ändern
  • Viele Beschäftigte gehören zu Nachunternehmern — Bildeinwilligungen laufen über mehrere Arbeitgeber, nicht über einen
  • Langzeitdoku braucht feste, eingemessene Kamerapunkte, damit Monat eins und Monat zwölf wirklich zueinander passen

Was der Plan liefern muss

Ein Produktionsplan ist für dieses Gewerk dann brauchbar, wenn er das hier hergibt:

  • Einen Drehkalender entlang des Bauzeitenplans, der Motive markiert, die nur in einer Phase existieren
  • Dokumentierte feste Kamerapunkte für Wiederholungstermine, mit Kadrage-Referenzen
  • Einen Einwilligungs-Workflow, der Nachunternehmer-Kolonnen vor dem Drehtag abdeckt
  • Tägliche Abstimmung mit dem Hebeplan für Kran- und Drohnen-Slots

Typische Stolperstellen

Was in der Praxis am häufigsten schiefgeht:

  • Die Rohbau-Shots verschieben, bis der Rohbau verkleidet ist
  • Die Drohne während des Kranbetriebs fliegen, ohne den Hebeplan zu klären
  • Einwilligungen am Drehmorgen von Kolonnen einsammeln, die über Nacht gewechselt haben

Mit TillyGen

TillyGen verknüpft Szenen mit Bauphasen — der Plan warnt dich, welche Shots mit der nächsten Betonage verfallen, bevor die Fassade das Fenster endgültig schließt.

Ändert sich eine Randbedingung, wandern die Folgen durch den ganzen Plan: betroffene Einstellungen werden markiert, die Disposition wird neu erzeugt, und niemand arbeitet weiter mit einer Fassung von gestern.

Häufige Fragen

Wie halten wir Continuity über ein Jahr Bauzeit?

Kamerapunkte früh festlegen, Kadrage und Brennweite pro Punkt dokumentieren und bei vergleichbarem Licht wiederkommen. Das Gebäude ändert sich — deine Positionen dürfen es nicht.

Wer genehmigt den Drohnenflug über der Baustelle?

Die Bauleitung, zusätzlich zu den Luftraumregeln — und der Flug muss zum Hebeplan passen, denn Drohnen und Kranlasten teilen sich keinen Himmel. Buche den Slot wie ein Gewerk.

Brauchen wir von jedem Arbeiter im Bild eine Einwilligung?

Erkennbare Personen brauchen eine Grundlage fürs Bild — und auf Baustellen arbeiten sie für viele Arbeitgeber. Leite Einwilligungen vorab über jeden Nachunternehmer und plane weite oder rückwärtige Achsen als Fallback.

Wie lange dauert die Einarbeitung in TillyGen?

Ein erstes Projekt lässt sich in unter einer Stunde anlegen. Es gibt keine Einrichtungsphase, in der erst Vorlagen und Felder konfiguriert werden müssen, bevor das Werkzeug etwas ausgibt.

Lassen sich die Ergebnisse exportieren?

Ja — als PDF für die Crew, als CSV für nachgelagerte Systeme und über die API für alles Automatisierte. Der Plan bleibt dabei die Quelle; die Exporte sind Ansichten davon.