ADR

ADR — Automated Dialogue Replacement — ist das Neuaufnehmen von Dialog im Studio, synchron zum geschnittenen Bild.

Worum es geht

Die Schauspielerin sieht die geschnittene Szene im Loop, hört den Originalsatz und spricht ihn neu, bis Timing und Spiel sitzen. Danach muss die neue Aufnahme in die Szene eingearbeitet werden: klanglich angeglichen, im Raum platziert, mit dem Originalton drumherum verblendet. An diesem zweiten Schritt entscheidet sich ADR — eine trockene Studiostimme gegen eine lebendige Set-Spur verrät sich sofort. ADR existiert für Lärm, geänderte Sätze und nicht freigebbare Takes; niemand bucht es zum Spaß, denn Schauspiel, Studio und Schnitt stellen alle Rechnungen.

Der Begriff hilft nur, wenn alle am Set dasselbe darunter verstehen — deshalb steht hier der Gebrauch und nicht die Lexikondefinition.

Was hier anders läuft

Konkret heißt das in der Planung:

  • ADR pro Satz kalkulieren, nicht pro Szene — der Engpass ist meist die Verfügbarkeit der Schauspieler
  • Den Raum anzugleichen ist Aufgabe der Post: Hall, EQ und die umgebende Originalton-Spur
  • Ein sauberer Ton-Durchgang am Set ist immer billiger als die Session, die er verhindert

Mit TillyGen

Review-Runden in TillyGen machen früh sichtbar, welche Sätze als unbrauchbar markiert sind — die ADR-Liste steht, bevor der Kalender der Schauspieler vollläuft.

Ändert sich eine Randbedingung, wandern die Folgen durch den ganzen Plan: betroffene Einstellungen werden markiert, die Disposition wird neu erzeugt, und niemand arbeitet weiter mit einer Fassung von gestern.

Häufige Fragen

Warum klingt ADR oft anders als die Szene?

Weil es in einem trockenen Studio gegen ein lebendiges Motiv aufgenommen wurde. Hall, Perspektive und Hintergrund anzugleichen ist sorgfältige Post-Arbeit — wird sie übersprungen, hört man genau das.

Wie lange dauert die Einarbeitung in TillyGen?

Ein erstes Projekt lässt sich in unter einer Stunde anlegen. Es gibt keine Einrichtungsphase, in der erst Vorlagen und Felder konfiguriert werden müssen, bevor das Werkzeug etwas ausgibt.

Lassen sich die Ergebnisse exportieren?

Ja — als PDF für die Crew, als CSV für nachgelagerte Systeme und über die API für alles Automatisierte. Der Plan bleibt dabei die Quelle; die Exporte sind Ansichten davon.