Aufhellung
Die Aufhellung ist eine weiche Zweitquelle, die die Schattenseite anhebt, ohne einen zweiten Schattenwurf zu erzeugen.
Worum es geht
Steht das Führungslicht, entscheidet der DP, wie tief die Schattenseite fallen soll, und drückt das als Verhältnis aus: annähernd gleich für einen hellen Werbelook, zwei bis drei Blenden darunter für Drama, gar keine Aufhellung für eine harte Verhörszene. Der Gaffer erzeugt den Wert mit Bounce, großer weicher Quelle oder einer Styroporplatte statt mit einer zweiten Lampe aufs Gesicht, denn sichtbare Aufhellschatten zerstören die Geometrie des Führungslichts.
Der Begriff hilft nur, wenn alle am Set dasselbe darunter verstehen — deshalb steht hier der Gebrauch und nicht die Lexikondefinition.
Was hier anders läuft
Die Punkte, an denen sich das von anderen Fällen unterscheidet:
- Die Aufhellung wird als Verhältnis zum Führungslicht angegeben, etwa zwei zu eins, nicht als absolute Lampenleistung.
- Eine Bounce-Fläche ist oft die bessere Aufhellung als eine Lampe: Reflektiertes Licht kommt groß, weich und schattenfrei an.
- Wirft die Aufhellung einen sichtbaren zweiten Schatten, ist sie zu hart oder zu direkt und muss diffundiert oder versetzt werden.
Mit TillyGen
In TillyGen steht das gewünschte Verhältnis in der Licht-Notiz des Setups — der Gaffer baut den Kontrast nach einer Zahl, nicht nach Erinnerung.
Ändert sich eine Randbedingung, wandern die Folgen durch den ganzen Plan: betroffene Einstellungen werden markiert, die Disposition wird neu erzeugt, und niemand arbeitet weiter mit einer Fassung von gestern.
Häufige Fragen
Braucht jedes Setup eine Aufhellung?
Nein. Die Schattenseite absaufen zu lassen ist ein gültiger Look, Low-Key lebt davon. Entscheidend ist, dass das Verhältnis gewählt wurde.
Wie lange dauert die Einarbeitung in TillyGen?
Ein erstes Projekt lässt sich in unter einer Stunde anlegen. Es gibt keine Einrichtungsphase, in der erst Vorlagen und Felder konfiguriert werden müssen, bevor das Werkzeug etwas ausgibt.
Lassen sich die Ergebnisse exportieren?
Ja — als PDF für die Crew, als CSV für nachgelagerte Systeme und über die API für alles Automatisierte. Der Plan bleibt dabei die Quelle; die Exporte sind Ansichten davon.