Bewegungsrichtung

Die Bewegungsrichtung ist der Links-oder-Rechts-Sinn einer Bewegung, den eine Einstellung setzt und die folgenden einhalten müssen.

Worum es geht

Wichtig wird das, sobald ein Dreh über mehrere Tage und Orte verteilt ist. Die Hauptfigur fährt am Montag aus der Stadt, kommt am Donnerstag an der Küste an — und beide Drehgruppen müssen sich einig sein, dass die Reise über die ganze Strecke von links nach rechts läuft. Dasselbe gilt für Verfolgungen, für Verfolger und Verfolgte und für ein Telefonat zwischen zwei Räumen. Script-Continuity notiert die Richtung, der Drehplan bündelt gleichgerichtete Bilder, und eine Fahrt direkt auf die Kamera zu dient als neutraler Reset.

Der Begriff hilft nur, wenn alle am Set dasselbe darunter verstehen — deshalb steht hier der Gebrauch und nicht die Lexikondefinition.

Was hier anders läuft

Die Punkte, an denen sich das von anderen Fällen unterscheidet:

  • Die 180-Grad-Regel gilt für eine Szene; die Bewegungsrichtung zieht sich durch einen ganzen Film und über mehrere Drehtage.
  • Eine Bewegung direkt auf die Kamera zu oder von ihr weg hat keine Richtung — der saubere Weg, sie zu wechseln.
  • Gespiegeltes Material dreht Kennzeichen, Schilder und Schrift um; die Richtung gehört geplant, nicht ins Grading.

Mit TillyGen

TillyGen führt an Fahrtaufnahmen eine Richtungsnotiz mit, damit auf Tage verteilte Bilder auf der richtigen Seite ein- und ausfahren.

Ändert sich eine Randbedingung, wandern die Folgen durch den ganzen Plan: betroffene Einstellungen werden markiert, die Disposition wird neu erzeugt, und niemand arbeitet weiter mit einer Fassung von gestern.

Häufige Fragen

Wie wechsle ich die Bewegungsrichtung, ohne zu verwirren?

Die Wende zeigen: eine Fahrt auf die Kamera zu, eine sichtbare Kurve, ein Wegweiser. Der Wechsel muss im Bild passieren, nicht zwischen zwei Schnitten.

Wie lange dauert die Einarbeitung in TillyGen?

Ein erstes Projekt lässt sich in unter einer Stunde anlegen. Es gibt keine Einrichtungsphase, in der erst Vorlagen und Felder konfiguriert werden müssen, bevor das Werkzeug etwas ausgibt.

Lassen sich die Ergebnisse exportieren?

Ja — als PDF für die Crew, als CSV für nachgelagerte Systeme und über die API für alles Automatisierte. Der Plan bleibt dabei die Quelle; die Exporte sind Ansichten davon.