Bildrate
Die Bildrate ist die Zahl der Einzelbilder, die eine Kamera pro Sekunde aufzeichnet, gemessen in fps.
Worum es geht
Die Projekt-Bildrate ist ein Liefervertrag: 24 oder 23,976 fps für Kinowirkung, 25 für europäischen Broadcast, 30 und mehr für manche Online-Formate. Sie wird einmal in der Vorbereitung gesetzt, und alles gehorcht ihr — Licht darf bei ihr nicht flimmern, Playback- und VFX-Pipelines setzen sie voraus, Tonsynchronität hängt an ihr. Off-Speed für Zeitlupe ist dann eine Ausnahme pro Shot: 50, 100 oder 200 fps aufgenommen, in Projektrate abgespielt. Diese Shots brauchen ein Vielfaches an Licht und stehen als eigene Zeile in der Shotlist.
Der Begriff hilft nur, wenn alle am Set dasselbe darunter verstehen — deshalb steht hier der Gebrauch und nicht die Lexikondefinition.
Was hier anders läuft
Die Punkte, an denen sich das von anderen Fällen unterscheidet:
- 24 fps sind eine hundertjährige Konvention, die das Publikum als Kino liest — eine kulturelle Regel, kein technisches Optimum.
- Verdoppelte Bildrate bei festem Shutter-Winkel kostet eine Blende Licht; 200-fps-Tage sind Licht-Tage.
- 25er- und 24er-Material zu mischen erzeugt Sync- und Kadenzprobleme — billig zu vermeiden, teuer zu reparieren.
Mit TillyGen
TillyGen führt die Projekt-Bildrate auf Planebene und markiert Off-Speed-Shots in der Shotlist — Licht und Zeit werden dort budgetiert, wo die Zeitlupe wohnt.
Ändert sich eine Randbedingung, wandern die Folgen durch den ganzen Plan: betroffene Einstellungen werden markiert, die Disposition wird neu erzeugt, und niemand arbeitet weiter mit einer Fassung von gestern.
Häufige Fragen
Warum braucht Zeitlupe so viel mehr Licht?
Mit steigender Rate wird jede Einzelbelichtung kürzer. Bei 100 fps und 180-Grad-Shutter sieht jedes Bild grob ein Viertel des Lichts von 24 fps — rund zwei Blenden.
Wie lange dauert die Einarbeitung in TillyGen?
Ein erstes Projekt lässt sich in unter einer Stunde anlegen. Es gibt keine Einrichtungsphase, in der erst Vorlagen und Felder konfiguriert werden müssen, bevor das Werkzeug etwas ausgibt.
Lassen sich die Ergebnisse exportieren?
Ja — als PDF für die Crew, als CSV für nachgelagerte Systeme und über die API für alles Automatisierte. Der Plan bleibt dabei die Quelle; die Exporte sind Ansichten davon.