Brennweite
Die Brennweite gibt in Millimetern an, wie viel von einer Szene ein Objektiv erfasst und wie stark es vergrößert.
Worum es geht
Die Brennweite ist zuerst eine erzählerische, dann eine technische Entscheidung. Regie und DP legen pro Shot Millimeter fest: Ein 24er hält eine Figur in ihrer Umgebung, ein 85er löst sie heraus. Die Zahl steuert auch die Logistik — lange Brennweiten brauchen Abstand, den die Location hergeben muss, weite Brennweiten holen Lampen, Fahnen und Crew ins Bild und verlangen tiefer ausgestattete Sets. Deshalb führt eine Shotlist eine Objektiv-Spalte: Die Brennweite fixiert die Kameraposition und sagt jedem Gewerk, wie viel vom Raum sichtbar wird.
Der Begriff hilft nur, wenn alle am Set dasselbe darunter verstehen — deshalb steht hier der Gebrauch und nicht die Lexikondefinition.
Was hier anders läuft
Die Punkte, an denen sich das von anderen Fällen unterscheidet:
- Die Brennweite beschreibt nur das Objektiv — dasselbe 50er wirkt auf Super 35 deutlich enger als auf Vollformat.
- Perspektivische Kompression entsteht durch den Kameraabstand, nicht durch das Glas; die lange Brennweite schneidet nur enger aus.
- Als Faustregel behalten Gesichter ab etwa 50 mm auf Super 35 ihre natürlichen Proportionen.
Mit TillyGen
In der TillyGen-Shotlist trägt jeder Shot eine Objektiv-Spalte — Brennweiten sind entschieden, bevor das erste Setup steht.
Ändert sich eine Randbedingung, wandern die Folgen durch den ganzen Plan: betroffene Einstellungen werden markiert, die Disposition wird neu erzeugt, und niemand arbeitet weiter mit einer Fassung von gestern.
Häufige Fragen
Welche Brennweite gilt als Normalbrennweite?
Ungefähr die Sensordiagonale: rund 43 mm am Vollformat, etwa 30 mm auf Super 35. Sie bildet Raumverhältnisse so ab, wie das Auge sie liest.
Wie lange dauert die Einarbeitung in TillyGen?
Ein erstes Projekt lässt sich in unter einer Stunde anlegen. Es gibt keine Einrichtungsphase, in der erst Vorlagen und Felder konfiguriert werden müssen, bevor das Werkzeug etwas ausgibt.
Lassen sich die Ergebnisse exportieren?
Ja — als PDF für die Crew, als CSV für nachgelagerte Systeme und über die API für alles Automatisierte. Der Plan bleibt dabei die Quelle; die Exporte sind Ansichten davon.