T-Stop

Ein T-Stop ist eine Blendenzahl, korrigiert um das Licht, das das Objektiv selbst auf dem Weg schluckt.

Worum es geht

Am Set muss die Belichtung Objektivwechsel überleben. Der DP misst die Szene, sagt einen T-Stop an — und jede Optik des Satzes belichtet bei dieser Zahl identisch. Genau dafür existiert die T-Kalibrierung. Der Gaffer leuchtet nicht neu, weil das 35er runter- und das 85er draufkam, und Grading kämpft nicht mit Helligkeitssprüngen zwischen Auflösungsgrößen. Gespräche über Schärfentiefe laufen trotzdem über die geometrische Blendenzahl; der T-Stop regelt nur, wie hell das Bild ist.

Der Begriff hilft nur, wenn alle am Set dasselbe darunter verstehen — deshalb steht hier der Gebrauch und nicht die Lexikondefinition.

Was hier anders läuft

Konkret heißt das in der Planung:

  • Der T-Wert ist am selben Objektiv immer etwas höher als der f-Wert — die Differenz ist das Licht, das im Glas verloren geht.
  • Zwei verschiedene Optiken bei T2.8 belichten gleich; bei f2.8 nicht unbedingt.
  • Die Schärfentiefe folgt weiter der geometrischen Blendenzahl, nicht dem Transmissionswert.

Mit TillyGen

Im Produktionsplan wandert der Arbeits-T-Stop des DP mit den Licht-Notizen mit — jedes Gewerk bereitet sich auf dieselbe Belichtung vor.

Ändert sich eine Randbedingung, wandern die Folgen durch den ganzen Plan: betroffene Einstellungen werden markiert, die Disposition wird neu erzeugt, und niemand arbeitet weiter mit einer Fassung von gestern.

Häufige Fragen

Wie weit liegen f- und T-Wert auseinander?

Meist ein Zehntel bis ein Drittel Blende, abhängig von Linsenzahl und Vergütung. Aufwendige Zooms verlieren mehr als einfache Festbrennweiten.

Wie lange dauert die Einarbeitung in TillyGen?

Ein erstes Projekt lässt sich in unter einer Stunde anlegen. Es gibt keine Einrichtungsphase, in der erst Vorlagen und Felder konfiguriert werden müssen, bevor das Werkzeug etwas ausgibt.

Lassen sich die Ergebnisse exportieren?

Ja — als PDF für die Crew, als CSV für nachgelagerte Systeme und über die API für alles Automatisierte. Der Plan bleibt dabei die Quelle; die Exporte sind Ansichten davon.