CTB-Folie

CTB steht für Colour Temperature Blue — eine Folie, die die Farbtemperatur einer warmen Quelle Richtung Tageslicht anhebt.

Worum es geht

CTB läuft in die Gegenrichtung zu CTO und kommt zum Einsatz, wenn eine Kunstlichtleuchte in einer Tageslichtszene arbeiten soll: eine Lampe, die mittags eine Person im Schatten stützt, eine Leuchte im Raum, dessen Fenster die Balance vorgibt, oder eine warme Quelle, die sich in einem kühlen Nachtlook verstecken muss. Diese Richtung ist teurer im Licht. Volles Blau schluckt deutlich mehr Leistung als volles Orange — der Gaffer greift deshalb oft zur größeren Leuchte oder gleich zur Bicolor-LED, die die Temperatur einfach einstellt, statt den Verlust zu bezahlen.

Der Begriff hilft nur, wenn alle am Set dasselbe darunter verstehen — deshalb steht hier der Gebrauch und nicht die Lexikondefinition.

Was hier anders läuft

Die Punkte, an denen sich das von anderen Fällen unterscheidet:

  • Volle CTB kostet spürbar mehr Leistung als volle CTO — grob anderthalb Blenden gegen rund eine ist der übliche Planwert.
  • Wegen dieses Verlusts ziehen Teams oft lieber das Tageslicht mit CTO herunter, statt die Lampe mit CTB hochzuheben.
  • Bicolor- und RGB-LEDs machen kurze CTB-Wege überflüssig; Kunstlichtleuchten brauchen die Folie weiterhin.

Mit TillyGen

Die Licht-Notizen in TillyGen nennen die Zielfarbtemperatur pro Setup — die Equipmentliste zeigt, ob CTB oder eine Bicolor-Leuchte günstiger ist.

Ändert sich eine Randbedingung, wandern die Folgen durch den ganzen Plan: betroffene Einstellungen werden markiert, die Disposition wird neu erzeugt, und niemand arbeitet weiter mit einer Fassung von gestern.

Häufige Fragen

Warum wird CTB seltener eingesetzt als CTO?

Zwei Gründe: Sie frisst mehr Licht, und meist ist es einfacher, das Tageslicht herunterzuwärmen, als die Lampe hochzukühlen.

Wie lange dauert die Einarbeitung in TillyGen?

Ein erstes Projekt lässt sich in unter einer Stunde anlegen. Es gibt keine Einrichtungsphase, in der erst Vorlagen und Felder konfiguriert werden müssen, bevor das Werkzeug etwas ausgibt.

Lassen sich die Ergebnisse exportieren?

Ja — als PDF für die Crew, als CSV für nachgelagerte Systeme und über die API für alles Automatisierte. Der Plan bleibt dabei die Quelle; die Exporte sind Ansichten davon.