Kunstlicht
Kunstlicht stammt von Glühlicht-Filmleuchten, die bei nominell 3200 Kelvin mit lückenlosem Spektrum brennen.
Worum es geht
Kunstlicht ist die Referenz, an der jede andere Quelle gemessen wird, denn ein Glühfaden sendet ein wirklich lückenloses Spektrum aus und gibt Farben damit ohne Löcher wieder. Gaffer greifen weiter zur Stufenlinse, wenn eine Szene einen harten, kontrollierbaren Kegel mit sauberer Kante braucht. Die Kostenseite ist unmissverständlich: Der größte Teil der Energie geht als Wärme weg, ein Kunstlichtpaket zieht kräftig Strom, heizt ein kleines Motiv binnen Minuten auf und kann eine Klimafrage in den Drehplan schreiben. Dimmen wärmt einen Kunstlichtkopf zudem spürbar — nützlich für Kerzenschein, überall sonst eine Anschlussfalle.
Der Begriff hilft nur, wenn alle am Set dasselbe darunter verstehen — deshalb steht hier der Gebrauch und nicht die Lexikondefinition.
Was hier anders läuft
Die Punkte, an denen sich das von anderen Fällen unterscheidet:
- Das Spektrum ist lückenlos; die Farbwiedergabe gilt vielfach als Referenz, an der andere Quellen gemessen werden.
- Dimmen senkt neben dem Pegel auch die Farbtemperatur — deshalb gibt es Scrims für reine Helligkeitsänderungen.
- Wärme und Stromaufnahme sind echte Planposten: Ein Kunstlichtpaket sprengt schnell die Absicherung eines normalen Motivs.
Mit TillyGen
Die Motiv-Notizen in TillyGen halten die verfügbare Anschlussleistung fest — ein Kunstlichtpaket wird in der Vorbereitung am Sicherungskasten geprüft.
Ändert sich eine Randbedingung, wandern die Folgen durch den ganzen Plan: betroffene Einstellungen werden markiert, die Disposition wird neu erzeugt, und niemand arbeitet weiter mit einer Fassung von gestern.
Häufige Fragen
Ist Kunstlicht durch LED überholt?
Nein. Es bleibt die Referenz für Farbwiedergabe, und sein harter, kontrollierbarer Kegel ist weiter der Grund, warum Stufenlinsen auf vielen Lkw stehen.
Wie lange dauert die Einarbeitung in TillyGen?
Ein erstes Projekt lässt sich in unter einer Stunde anlegen. Es gibt keine Einrichtungsphase, in der erst Vorlagen und Felder konfiguriert werden müssen, bevor das Werkzeug etwas ausgibt.
Lassen sich die Ergebnisse exportieren?
Ja — als PDF für die Crew, als CSV für nachgelagerte Systeme und über die API für alles Automatisierte. Der Plan bleibt dabei die Quelle; die Exporte sind Ansichten davon.