Farbwiedergabeindex

Der Farbwiedergabeindex ist ein Wert bis 100, der die Farbwiedergabe einer Lichtquelle mit einer Referenzquelle vergleicht.

Worum es geht

Der CRI wurde zum Kaufkriterium, als LED-Leuchten aufkamen, denn eine Entladungs- oder Diodenquelle kann weiß aussehen und trotzdem ganze Spektralbereiche auslassen. Eine Lampe mit Lücken zeigt ein rotes Kostüm matschig und Haut leicht falsch — und kein Grading trennt das später vom Rest des Bildes. Die Zahl ist eher Orientierung als Urteil: Der Standardmittelwert verdeckt schwache Rotwiedergabe, und genau dort leben Gesichter, Blut und Stoffe. Ernsthafte Gewerke drehen deshalb vor der Buchung einen Test mit den echten Leuchten, einer Farbtafel und dem realen Kostüm.

Der Begriff hilft nur, wenn alle am Set dasselbe darunter verstehen — deshalb steht hier der Gebrauch und nicht die Lexikondefinition.

Was hier anders läuft

Konkret heißt das in der Planung:

  • Der übliche Wert ist ein Mittel über Testfarben — eine gute Zahl kann eine einzelne schlecht wiedergegebene Farbe verdecken.
  • Die Rotwiedergabe wird getrennt als R9 angegeben und zählt am meisten bei Haut, Blut und warmen Kostümstoffen.
  • Filmspezifische Maße wie TLCI und SSI bewerten eine Quelle gegen eine Kamera statt gegen das menschliche Auge.

Mit TillyGen

Die TillyGen-Equipmentliste nennt Leuchten mit Modell statt nur mit Kategorie — eine billige LED rutscht nicht in ein Paket, das Farbtreue braucht.

Ändert sich eine Randbedingung, wandern die Folgen durch den ganzen Plan: betroffene Einstellungen werden markiert, die Disposition wird neu erzeugt, und niemand arbeitet weiter mit einer Fassung von gestern.

Häufige Fragen

Welcher CRI reicht für ein Filmset?

Verleihtaugliche Leuchten liegen meist in den hohen Neunzigern. Unter neunzig sind sichtbare Probleme mit Rot und Haut zu erwarten, die kein Grading sauber löst.

Wie lange dauert die Einarbeitung in TillyGen?

Ein erstes Projekt lässt sich in unter einer Stunde anlegen. Es gibt keine Einrichtungsphase, in der erst Vorlagen und Felder konfiguriert werden müssen, bevor das Werkzeug etwas ausgibt.

Lassen sich die Ergebnisse exportieren?

Ja — als PDF für die Crew, als CSV für nachgelagerte Systeme und über die API für alles Automatisierte. Der Plan bleibt dabei die Quelle; die Exporte sind Ansichten davon.